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Aller guten Dinge sind drei

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In Rinteln steht der Neubau von drei Feuerwehrgerätehäusern vor der Tür. Der aktuelle Planungsstand ist jetzt in einer Sitzung des Feuerschutzausschusses von Stefan Eggert-Edeler (Bauamt der Stadt Rinteln) vorgestellt worden. Die Pläne für das gemeinsame, neue Hauptquartier der Feuerwehren Deckbergen und Schaumburg sind am weitesten fortgeschritten.

Stefan Eggert-Edeler (Bauamt), Reinhold Kölling (Vorsitzender des Feuerschutzausschusses) und Bürgermeister Thomas Priemer mit dem Grundriss fürs Feuerwehrgerätehaus Deckbergen-Schaumburg.

Das neue Gebäude wird an der Ecke B83/Ostendorfer Straße entstehen. Es besteht aus einer Fahrzeughalle mit Platz für fünf Einsatzfahrzeuge und daran angeschlossenem, eingeschossigen Sozialgebäude mit Schulungsräumen, Umkleiden, Sanitärräumen, Küche und Büro. Die Fahrzeughalle mit Ausfahrt zur Ostendorfer Straße besteht aus Stahlblech in „Sandwich“bauweise. Das sind Metallplatten mit zwischenliegender Isolierung zur Dämmung. Die Sozialräume werden, das ist auch Schallschutzgründen geschuldet, gemauert. Das Flachdach mit zwei Prozent Neigung macht es möglich, mit zusätzlichen Aufstellern zu einem späteren Zeitpunkt auch Solar-Kollektoren zu installieren. Bei der Heizung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bisher, so Eggert-Edeler, sei die Variante Fußbodenheizung im Sanitärbereich und klassische Heizkörper in den Schulungsräumen eingeplant. Vielleicht schwenkt man noch um und installiert aus Energiespargründen eine Wasser/Luft/Wärmepumpe und generelle Fußbodenheizung fürs gesamte Gebäude. Die Tore sind 4,50 Meter breit und auch für zukünftige Fahrzeug-Neuanschaffungen gewappnet. Bei der Farbgebung hat man sich am Neubau des Todenmanner Feuerwehrhauses orientiert. Grau und Rot dominieren die Außenhülle. So will man ein einheitliches Äußeres für alle Feuerwehrhäuser durchsetzen, niemand soll sich benachteiligt oder bevorzugt vorkommen. 900.000 Euro sind im Haushalt 2017 dafür vorgesehen, weitere 300.000 Euro für 2018.

Feuerwehrhaus Hohenrode, Variante 1…
…und die leicht veränderte Platzierung auf dem Grundstück in Variante 2.

In Hohenrode sind die Planungen noch nicht so fortgeschritten, wie in Deckbergen. Fest steht: Es wird ein Bau mit zwei Stockwerken, kompakt, und die Kosten bleibem im Rahmen. Zwei Einsatzfahrzeuge finden darin Platz. Im Erdgeschoss sind Umkleide- und Sanitärräume, Lager und Veranstaltungsraum wandern ins Obergeschoss. Beim Standort gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man rückt näher ans Grundstück der Mehrzweckhalle, oder man verlegt die Feuerwehrhalle an die äußere Grundstücksgrenze und versetzt dafür den Spielplatz in Richtung des Kindergartens. Entschieden ist, wie auch bei der Anordnung der Räume, noch nichts. Die Bauweise gleicht der in Todenmann. Der Haushalt sieht in diesem Jahr 100.000 Euro für den Neubau vor, weitere 150.000 Euro in 2018.

In Krankenhagen läuft die Planung auf eine zweigeschossige Bauweise hinaus. Auf Antrag von Ortsbürgermeister Sümenicht soll jetzt dennoch eine ebenerdige Bauweise geprüft werden.

In Krankenhagen soll das Feuerwehrgerätehaus auf dem ehemaligen Raiffeisen-Gelände entstehen. 200.000 Euro sind im Haushalt dafür eingeplant, weitere 316.000 Euro in 2018. Zwischen Kirchanger und Extertalstraße wird die Volksbank nach Abriss der alten Gebäude bauen, im Süden entsteht das neue Bürgerhaus, das Feuerwehrhaus wird dazwischen platziert. Zu- und Abfahrt erfolgen über die Extertalstraße, Parkmöglichkeiten sollen auf beiden Gebäudeseiten entstehen. Die zweigeschossige Bauweise ähnelt der in Hohenrode, wogegen Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht (SPD) Bedenken anmeldete. In Zeiten von behindertengerechtem Bauen sei eine eingeschossige Bauweise die bestmögliche Lösung. Um rund 100.000 Euro, so Sümenicht, sei die zweigeschossige Variante günstiger, doch er warb auch um die Möglichkeit der Eigenleistung durch Feuerwehrmitglieder um Kosten zu sparen. Eine Argumentation der Stefan Frühmark (CDU) nicht folgen mochte. In direkter Nachbarschaft entstehe ohnehin ein Bürgerhaus mit Räumen für gesellige Veranstaltungen. Treppensteigen gehöre zu einer normalen Einsatzbefähigung eines Feuerwehrmannes dazu und für 100.000 Euro Mehrkosten, die ein ebenerdiger Bau verursache, bekäme man ein Feuerwehr-Einsatzfahrzeug für eine andere Wehr: „Wir haben einfach nicht die Mittel dafür. Das Teuerste ist wohl der Stahlbau und den wird man wahrscheinlich nicht in Eigenleistung erbringen können.“

Dietmar Vogt (Grüne) brachte den Einwand der zusätzlichen Flächenversiegelung bei ebenerdiger Bauweise ins Spiel. Björn Rinne (WGS) regte an, eine Berechung zur Ermittlung der laufenden Mehrkosten für Beheizung durch eingeschossige Bauweise durchzuführen. Das könne man, so Eggert-Edeler vom Bauamt, allerdings nicht im Hause durchführen sondern müsse Geld für eine externe Berechnung ausgeben. Also nochmals Mehrkosten. Sümenicht formulierte seinen Einwand zu einem Antrag und ließ darüber abstimmen. Mit fünf Ja-Stimmen zu vier Nein-Stimmen soll geprüft werden, ob im Rahmen der Haushaltsmittel und unter Einbeziehung von Eigenleistungen der Feuerwehr eine eingeschossige Bauweise des Feuerwehrhauses in Krankenhagen machbar ist.

 

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