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Bürgerbeteiligung zur Innenstadtentwicklung passiert den Bauausschuss

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Wenn der IGS-Schulstandort zum Schuljahr 2018/2019 an die Burgfeldsweide wechselt, übernimmt die Stadt Rinteln das Gebäude und die Freiflächen am Kollegienplatz. Mit der Übernahme gibt es die Möglichkeit zur zukunftsweisenden Innenstadtentwicklung im Herzen Rintelns. Doch wie soll diese aussehen? Die Nutzungsmöglichkeiten des Geländes werden eingeschränkt. Das alte Schulgebäude steht unter Denkmalschutz, der Anbau nicht. Die ehemaligen Schnittger-Pavillons, jetzt für Schulzwecke genutzt, könnten abgerissen werden. Die Mauer zwischen Schulgelände und Rathausparkplatz ist denkmalgeschützt. Das gleiche gilt für den Kinderschutzbund (Haus unter Denkmalschutz) und Kita Wichtelburg (nicht geschützt). Diese Mischung stellt Planer vor Herausforderungen.

Die Innenstadtentwicklung am Kollegienplatz soll mit Hilfe einer Bürgerbeteiligung vorwärts kommen. Links im Bild: Das alte Rathaus der Stadt Rinteln, rechts daneben die Pavillions, gefolgt von den Schulgebäuden und der Jakobi-Kirche. (Foto: Archiv)

Bereits 2007 hat die „CIMA“ hat die Einzelhandelskonzept erstellt und den „Masterplan Innenstadt“ entwickelt. Dessen Ziel war die Ausweisung von Flächen und Grundstücken für die Ansiedlung attraktiver und großer Einzelhandelsanbieter in der Kernstadt. Die CIMA empfiehlt die Vernetzung von zentralen Versorgungsfunktionen nördlich und südlich der Innenstadt. Auch das Areal im Bereich des Rathauses und Kollegienplatzes wurde seinerzeit als attraktiver Standort für eine Einzelhandelsnutzung eingestuft. Um alle städtebaulichen, immobilienwirtschaftlichen und marktseitigen Nutzungsmöglichkeiten an diesem sensiblen Standort ausloten zu können, will man jetzt erneut ein Fachbüro zu Rate ziehen. Die Unternehmen BauBeCon und CIMA sind von der Stadtverwaltung kontaktiert worden und sind bereit, den Masterplan Innenstadt im Rahmen einer Kooperation mit der Stadt vorzunehmen. Dazu soll es eine Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung mit externer Moderation geben. Begleitend dazu ist die Schaffung einer Internetplattform zum Sammeln von Ideen und Vorschlägen vorgesehen. Bürger können dort ihre Vorschläge einbringen und in Workshops zur Diskussion stellen lassen. Die Kosten für diese Öffentlichkeitsbeteiligung betragen laut Beschlussvorlage der Stadtverwaltung im Bauausschuss rund 20.000 Euro.

Auch der „Waschbetonbau“, das neue Rathausgebäude, soll nach dem Willen des Bauausschusses in die Planung der Innenstadtentwicklung mit einbezogen werden.

Geld, das alle Parteien gern investieren wollen, um die Beteiligung der Rintelner Bürger einfließen zu lassen. Bei den Details gab es jedoch Diskussionsbedarf. Während man seitens der CDU anregte, die Grundschule Süd, den Kollegienplatz und die Hildburgschule am Ostertor als eine Einheit zu betrachten und zu überplanen, wollten SPD und Grüne das neue Rathaus (im Bauausschuss-Jargon „Waschbetonbunker“ genannt) ebenfalls mit in die Planung einbeziehen. Ein Abriss des Gebäudes mitsamt Neubau bereitete Kay Steding (CDU) angesichts der Kosten in Millionenhöhe Kopfschmerzen Heinz-Jürgen Requardt (CDU) plädierte dafür, die Grundschule Süd an den Kollegienplatz umzusiedeln. An der Schulstraße könnte dann, ähnlich der Senioren-Wohnanlage „Alte Feuerwehr“ eine Wohninstitution entstehen. So würde sich auch die Verkehrssituation morgens in der Schulstraße entspannen. Die „goldene Brücke“ schlug letztlich der Ausschussvorsitzende Matthias Wehrung und vermittelte einen neuen Beschlussvorschlag zum Abstimmen. Die Standorte Kollegienplatz, Klosterstraße 20 (neues Rathaus), Ostertorstraße und Grundschule Süd sollen in die Planung mit einbezogen werden. Letztlich wurde also, mit knapper Mehrheit, der „große Plan“ favorisiert. Mit fünf Ja-Stimmen zu vier Nein-Stimmen passierte der Tagesordnungspunkt den Bauausschuss und wird als nächstes im Verwaltungsausschuss diskutiert, ehe es ins höchste Beschlussgremium der Stadt (Rat) geht.

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