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11 Tonnen schwerer Betonwürfel in Steinberger Kreuzung eingebaut

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Am heutigen Rosenmontag gegen 10:30 Uhr „schwebte“ eins der letzten Puzzlestücke in Sachen Steinberger Kanalbau per Autokran an seinen angestammten Platz. Das Beton-Spezialteil (in der Fachsprache „Kreuzungsbauwerk“ genannt) ist ein Würfel mit rund zwei Metern Kantenlänge, wiegt stattliche elf Tonnen und ist für den Richtungswechsel von Regenwasser- und Schmutzwasserkanal unterhalb der Steinberger Kreuzung verantwortlich – und für die jüngste Verzögerung an der Baustelle. Wie bereits mehrfach berichtet, waren Schäden am Regenwasserkanal festgestellt worden, die zur unfreiwilligen Baupause führten.

Blick in die Baugrube. Hinten im Bild laufen zu sehen: Die Vorbereitungen für das Einsetzen des Betonbauwerks laufen. Unten links: Das Drainagerohr zur Entwässerung der Fahrbahn. Mittig: Der neue Regenwasserkanal. Rechts: Der Schmutzwasserkanal.
Auf dem Tieflader wartet das Betonteil (rechts) samt Abdeckplatte (links) auf seinen Einsatz.

Bevor der Kranführer das Bauteil mit Präzisionsarbeit in seine Position bringen konnte, musste das Erdreich in der Baugrube bis auf eine Tiefe von etwa 3,5 Meter Tiefe ausgehoben werden. Dann schufen Mitarbeiter der Firma Oevermann die Grundlage für den Betonwürfel. Oberbauleiter Dipl.-Ing. Gunnar Spieß vom Ingenieurbüro Kirchner, das vom Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln für den Abschnitt Kanalsanierung beauftragt wurde, erklärt den nötigen Aufbau: „Als erstes wird eine Schicht Knollschlag, also grobes Gestein eingebracht und verdichtet. Darauf folgt Mineralgemisch, ein Trennvlies und als oberste Schicht Filterkies, der mit einem Richtscheit abgezogen wird. Das Trennvlies verhindert, dass der Filterkies mit der Zeit in die Zwischenräume der Mineralgemischschicht absackt und so neue Hohlräume entstehen.“

Der 11-Tonnen-Betonwürfel wird mit einem Autokran millimetergenau an seine Position in der Baugrube eingepasst.

Das Beton-Teil stammt aus dem Betonwerk Bieren in Bad Oeynhausen. Bei der Herstellung ist es mit den Anschlüssen für den Regenwasserkanal versehen worden. „Die Löcher für den Schmutzwasserkanal werden nach dem Einsetzen in die Baugrube vor Ort gebohrt und mit den Rohrstücken verbunden“, erklärt Grit Seemann, technische Leiterin des städtischen Abwasserbetriebs. Sind alle Anschlüsse fertiggestellt, wird das Beton-Bauwerk mit einer quadratischen Betonplatte verschlossen. Daran setzt ein konischer Zugangsschacht an, der bis zur Straßenoberfläche führt. Nach Fertigstellung der Kreuzung deutet nichts mehr auf den großen Betonwürfel im Steinberger Erdreich hin, lediglich ein Schachtdeckel bleibt sichtbar. Nach Abschluss der Kanalbauarbeiten werden die Arbeiten an der Fahrbahn fortgesetzt. Als Ziel für die Fertigstellung war seitens des Straßenbauamts zuletzt Ostern angegeben worden.

Blick ins Innere des Betonbauwerks mit Anschluss und Metallösen zur Befestigung des Kranhakens.

 


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