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13 Jahre mit „gestohlenem“ Auto unterwegs

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Es gibt Fälle, da kommt selbst die Polizei ins Staunen: Anfang der Woche wurden bei einem Verkehrsunfall die beteiligten Autokennzeichen und die Fahrzeugführer von der Polizei überprüft. Verwundert stellte die diensthabendene Polizeioberkommissarin Jenny Merkel bei der Routineüberprüfung des geschädigten Autofahrers fest, dass der dazugehörige Wagen seit nunmehr 13 Jahren als gestohlen gemeldet ist.

Der 82-jährige Fahrer hatte keine Erklärung für den wundersamen Vorfall. Seinen Angaben nach ist er seit 20 Jahren im Besitz des PKW – wie könne dieser dann gestohlen sein.

Die Ehefrau des PKW-Halters klärte die Sache schließlich auf. Im Jahr 2001 stellte der Besitzer fest, dass sein Auto nach dem Besuch einer Veranstaltung verschwunden war. Er erstattete Anzeige bei der Polizei Rinteln. Die nahm den PKW in die Fahndung auf und speicherte das Kennzeichen und das Auto im System als gestohlen.

Tags darauf tauchte der Wagen plötzlich wieder auf. Zwar mit leerem Tank, aber die Freude über die Rückgabe war wohl so groß, dass der Besitzer der Polizei gegenüber nichts erwähnte. Nach einigen Wochen folgte die vorläufige Einstellung des Verfahrens seitens der Staatsanwaltschaft Bückeburg – damit schien die Angelegenheit für ihn erledigt.

Das Versäumnis holte ihn jetzt, nach 13 Jahren wieder ein. All die Jahre hat sich der Halter, bzw. Fahrer des Autos verkehrskonform verhalten und war unauffällig, so dass das Kennzeichen in der gesamten Zeit nicht überprüft wurde.

Ein bitteres Ende hat die Geschichte dennoch: Die Diebstahlmeldung im System kann jetzt zwar gelöscht werden – doch wurde der PKW durch den Unfall so stark beschädigt, dass er verschrottet werden muss…

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