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2/Drittel: Drohender Kollaps für die Mehrheit aller niedersächsischen Krankenhäuser

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Eine Unterschriftenaktion an allen drei Schaumburger Krankenhausstandorten machte den Beginn einer landesweiten Aktionswoche „2/Drittel – Niedersachsens Krankenhäusern droht das Aus“.

In Rinteln war Claus Eppmann, Geschäftsführer der drei Krankenhäuser Rinteln, Stadthagen und Bückeburg sowie stellvertretender Vorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft und damit Mit-Initiator der Aktion vor Ort. Unverblümt sagte er: „Der Drops ist gelutscht; so geht es nicht weiter!“

Niedersachsen rangiere im unteren Drittel der Krankenhausfinanzierung durch die Bundesländer. Die sind für Investitionen zuständig, die Kassen für die laufenden Kosten. Und allein für die niedersächsischen Krankenhäuser gebe es einen – auch vom Ministerium anerkannten – Investitionsstau in Höhe von 1,2 Milliarden Euro: „Pro Jahr erhalten die Krankenhäuser 120 Millionen für Investitionen!“ Viel zu wenig, um in der Ausstattung auf der Höhe der Zeit zu sein.

Claus Eppmann, Geschäftsführer der drei Krankenhäuser Rinteln, Stadthagen und Bückeburg sowie stellvertretender Vorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Chefarzt Dr. Friedrich Eichler, Krankenhauspersonal und Patienten sind sich einig: "So geht es nicht weiter!"
Claus Eppmann, Geschäftsführer der drei Krankenhäuser Rinteln, Stadthagen und Bückeburg sowie stellvertretender Vorsitzender der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (links), Chefarzt Dr. Friedrich Eichler (2.v.l.), Krankenhauspersonal und Patienten sind sich einig: „So geht es nicht weiter!“

Und es mangelt nicht nur an Geld für Investitionen, auch die Kassen zahlten zu wenig Geld für die laufenden Kosten: „Dazu kommen noch so plakative Aussagen wie: Ärzte operieren zu viel“, ärgern sich Eppmann und Chefarzt Dr. Friedrich Eichler: „Das ist eine Frechheit; da wird mit der Angst der Patienten Politik gemacht!“

Dr. Eichler fordert daher, dass sich Kassen, Ministerium und Krankenhausleitungen emotionslos und fair an einen Tisch setzen und Lösungen für die Probleme suchen. Die immer älter werdende Gesellschaft fordere auch die Medizin heraus: „Vor 40 Jahren rief man für die Operation eines 75-jährigen noch den erfahrensten Anästhesisten des Klinikums; heute gehören die 75-jährigen noch zu den jüngeren auf dem Operationstisch!“

Mit einer Unterschriftenaktion machten Eppmann, Eichler und viele Unterstützer aufmerksam auf den Patienten „Krankenhaus“ und fanden bei vielen Besuchern, Personal und Patienten große Resonanz. „Und die landesweiten Aktionen gehen weiter“, kündigte Claus Eppmann an.

Weitere Informationen, einen Vergleich „Mythos und Wahrheit“ sowie Meinungen finden Sie auf der Internetseite der Aktion: www.2drittel.de 

Hier sehen Sie den Werbespot der Aktion 2Drittel:

 

 

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