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Abrissbagger zerlegt eines der ältesten Bürgerhäuser Rintelns

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Eines der ältesten Bürgerhäuser Rintelns wurde dem Erdboden gleich gemacht. Wo einst in der Krankenhäger Straße 24 ein Renaissance-Gebäude stand, gibt es nur noch Fragmente und Bauschutt.

Versuche, das in seiner Substanz nicht akut gefährdete Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, scheiterten letztlich an der restriktiven Handhabung des Denkmalschutzes durch das Land Niedersachsen.

Das mit einer Fassadenverkleidung umgestaltete Bürgerhaus ist Geschichte. (Foto: Museum Eulenburg)
Das mit einer Fassadenverkleidung umgestaltete Bürgerhaus ist Geschichte. (Foto: Museum Eulenburg)

Immerhin konnte abbruchbegleitend durch Dr. Michael Sprenger durch die Analyse der Jahresringe der Bauhölzer (die sogenannte Dendrochronologie) eine bauhistorische Untersuchung mit genauer Altersbestimmung vorgenommen werden. Man kam zu dem Ergebnis, dass der Dachstuhl (möglicherweise zweitverwendet) aus dem Jahr 1455 stammte.

Damit war er der wohl älteste, bisher datierte Gebäudeteil eines Bürgerhauses in Rinteln. Der übrige Baukörper war ca. 100 Jahre jünger, also aus der Zeit um etwa 1550. Die grüne Fassadenbeplankung hatte das dahinter liegende Fachwerk überdeckt

Eine Untersuchung der Jahresringe hat ergeben, dass der Dachstuhl aus der Zeit um 1450 stammen musste. (Foto: Museum Eulenburg)
Eine Untersuchung der Jahresringe hat ergeben, dass der Dachstuhl aus der Zeit um 1450 stammen musste. (Foto: Museum Eulenburg)

Damit ist ein Stück Rintelner Geschichte für immer verloren. Was auf der nun frei gewordenen Fläche entstehen soll, dazu gibt es noch keine verlässlichen Informationen.

Ein Bauzaun sperrt die Fläche ab. Die Nachnutzung ist ungewiss.
Ein Bauzaun sperrt die Fläche ab. Die Nachnutzung ist ungewiss.

Wir bedanken uns bei Dr. Stefan Meyer vom Museum Eulenburg für die ergänzenden Informationen zu dem Thema.

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