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Abwasserbetrieb Rinteln baut Regenrückhaltebecken an der Waldkaterallee

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(Rinteln) Der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln plant an der Waldkaterallee ein Regenrückhaltebecken als Maßnahme für den Hochwasserschutz.

Aus Mutterboden und Lehm soll ab Herbst nächsten Jahres auf dem städtischen Grundstück unterhalb der Lebenshilfe Rinteln eine Art Wanne entstehen, die bei Starkregen viel Wasser aufnehmen und später kontrolliert an den Regenwasserkanal abgeben kann. Bis dahin sind aber noch einige vorbereitende Arbeiten notwendig, die in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden abgewickelt werden.

So soll zum Beispiel in etwa zwei Wochen ein Minibagger im Beisein eines Baugutachters die Eigenschaften des örtlichen Bodens erkunden. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für einen optimalen Bauverlauf.

Durch den globalen Klimawandel nehmen Wetterextreme wie Starkregen zu. „Neben Anstrengungen für den Klimaschutz müssen Kommunen parallel Maßnahmen ergreifen, die vor den Folgen des Klimawandels schützen. Dazu zählen Starkregenereignisse und Überschwemmungen“, erklärt Grit Seemann, technische Betriebsleiterin des Abwasserbetriebes Rinteln, und fügt an: „Der Zwischenpuffer ist dringend erforderlich und gibt Sicherheit. Regenrückhaltebecken sind eine wirksame Klimaanpassungsmaßnahme.“

Gewappnet für die Zukunft

Sämtliches Regenwasser aus den umgebenden Wald- und Ackerflächen sowie Haupt- und Nebenstraßen läuft im Regenwasserkanal in der Waldkaterallee zusammen. Bei Starkregen kann es dort durch die großen Wassermassen im Kanal zu Überflutungen kommen. Durch die Hanglage und das starke Gefälle im Gebiet der Waldkaterallee gilt es insbesondere die unten liegenden Wohngrundstücke, die Bahnanlage und Straße vor Überflutungen zu schützen. „Überschwemmungen müssen wir vor allem in bewohnten Gebieten bestmöglich ausschließen – deshalb investieren wir 750.000 Euro in das neue Regenrückhaltebecken und stärken somit die Widerstandsfähigkeit unserer Stadt. Das ist ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität hier in Rinteln“, sagt Grit Seemann.

Auf dem städtischen Grundstück an der Waldkaterallee plant der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln ein neues Regenrückhaltebecken für den Hochwasserschutz. Wenn alles gut läuft, starten die Bauarbeiten etwa in einem Jahr. (Foto: pr)

Becken puffert Wassermassen

Regenrückhaltebecken bieten einen wirkungsvollen Schutz gegen große Niederschlagsmengen und stellen eine wertvolle Form der Hochwasserprävention dar. Bei Überlastung der Abflusssysteme nehmen sie die Regenmassen lokal auf und bilden so kurzzeitig einen kleinen See. Später wird das Wasser kontrolliert in den Regenwasserkanal abgeleitet, und das Becken läuft bis auf zwei fest eingebaute Wasserbereiche trocken. Solche künstlichen Seen haben im Sommer noch einen positiven Nebeneffekt: Durch ihre Verdunstungsleistung wirken sie der Hitze entgegen.

Das Baugrundstück der Stadt eignet sich gut für die Klimaanpassungsmaßnahme. Das Areal liegt oberhalb der Wohngebiete und kann dort die Wassermassen gut auffangen. Alte Bäume auf dem Grundstück werden erhalten, ihre Wurzelballen während der Bauarbeiten speziell geschützt. Um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, wird das Auffangbecken aus natürlichen Materialien auch kleiner als ursprünglich geplant. 1.600 Kubikmeter Wasser soll das offene und begrünte Rückhaltebecken jetzt fassen. Der zulaufende Regenwasserkanal kann bis zu 1.200 Liter pro Sekunde in das Becken leiten. Das entspricht vier Regentonnen mit je 300 Litern – pro Sekunde. (pr)

Info: Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln

In Rinteln obliegt die Reinigung des Abwassers dem Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln, seit 1996 wirtschaftlich selbstständig geführt als Eigenbetrieb. Mit der Betriebsführung sind die Stadtwerke Rinteln beauftragt.

Die gründliche Reinigung benutzten Wassers ist ein wichtiger Beitrag für die langfristige Versorgung mit gesundheitlich einwandfreiem Trinkwasser. Das in der Kanalisation gesammelte Abwasser fließt in die Kläranlage. Dort wird es in mehreren technisch aufwendigen Stufen gereinigt, bevor es wieder in ein Gewässer eingeleitet wird. Zum Abwassersystem in Rinteln gehört ein gut 320 Kilometer umfassendes Kanalsystem, 14 Regenüberlauf- und Rückhaltebecken und eine moderne, hocheffiziente Zentralkläranlage. So wird der Strom für den Betrieb der Zentralkläranlage vor Ort in zwei Blockheizkraftwerken (BHKW) erzeugt, die mit Klärgas befeuert werden, das bei der Abwasserreinigung entsteht.

Zu den Unternehmen der Stadt Rinteln gehören neben dem Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln auch die Bäderbetriebe Rinteln GmbH, die Gemeinnützige Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft mbH und die Stadtwerke Rinteln GmbH. Weitere öffentliche Aufgaben zur Daseinsvorsorge und Lebensqualität der Stadt deckt der Unternehmensverbund durch zahlreiche Beteiligungen ab; so sind die Stadtwerke Rinteln etwa Gesellschafterin bei der Schaumburger Trinkwasser Verbund- und Aufbereitungsgesellschaft mbH. Die Stadtwerke Rinteln sind die kaufmännische Klammer des gesamten städtischen Verbunds; auf diese Weise werden Synergien gehoben und die Effizienz erhöht. (pr)

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