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Achtung, Senioren: Vorsicht vor Anrufen falscher Polizisten

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Die Betrugsversuche an Senioren reißen nicht ab. Jetzt haben die Betrüger die Variante des „ermittelnden Kripobeamten“ gewählt.

Das Polizeikommissariat Bückeburg und die Polizeistation Bad Eilsen wurden gestern in vier Fällen von älteren Damen mit dem Vornamen „Elfriede“ darüber informiert, dass sich ein „Kriminalbeamter aus Hannover“ bei ihnen telefonisch gemeldet habe.

Angeblich seien in Hannover zwei Männer festgenommen worden, die Unterlagen mit sich führten, die die genaue Wohnlage und andere Details bzgl. der Wohnsituation der Angerufenen beschreiben.

In der Folge wollte der „Kripo-Beamte“ von den Seniorinnen die Kontodaten erfragen.
Die echten polizeilichen Ermittlungen der Polizei Bückeburg deuten momentan nicht darauf hin, dass die Frauen wichtige Daten am Telefon preisgegeben haben.

Der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, erklärte, dass die Frauen sehr aufgewühlt und verunsichert waren. Eine Frau war derart psychisch belastet, dass sie ihre Wohnung verlassen musste.

„Die Täter suchen nach bestimmten Kriterien ältere Vornamen, kombiniert mit kurzen Telefonnummern, aus dem Internet heraus und über die registrierten Adressen werden z.B. die Wohnungen und Häuser über Google-Maps angesehen“, so Auer.

Die in den meisten Fällen nicht mit dem Internet vertrauten Senioren sind dann überrascht, dass die Täter zur Lage von Haus oder Wohnung so genaue Beschreibungen abgeben können.

In der Folge wären wahrscheinlich Komplizen der falschen Kripo-Beamten bei den Damen erschienen und hätten Bargeld in sichere Verwahrung genommen oder mit den erfragten Kontoverbindungsdaten wären Betrugsversuche unternommen worden.

(Quelle: Polizei Bückeburg)

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