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Achtung, Wild! Koch-Abend bei Maitre Wild und Tavola Catering

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Viele von uns kennen Rehe, Wildschweine oder Hasen nur aus dem Fernsehen oder aus dem Tierpark. Auf dem Tisch landet es eher selten. Zu Unrecht, fanden Edgar Miller und Harald Strüwe, Inhaber des „Tavola Partyservice“ und der Wildfleischerei „Maitre Wild“ und riefen zusammen mit der Mobilen Biokiste einen Kochabend zum Thema „Wild“ ins Leben.

Am Freitag, dem 01.11., trafen sich Interessierte und Kochbegeisterte aus Rinteln und der Umgebung in den Räumlichkeiten um unter fachhkundiger Anleitung der beiden Vollblut-Gastronomen zu schnippeln, hacken, schneiden, blanchieren und was noch so dazugehört, will man aus jeder Menge Gemüse und Fleisch ein schmackhaftes 3-Gänge-Menü zaubern.

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Als Vorspeise stand „Lachsschinken vom Hirsch“ auf dem Speiseplan. Dazu galt es, Fenchel in feine Streifen zu schneiden, kurz in der Pfanne anzuschwitzen und zusammen mit gerösteten Pinienkernen dekorativ auf einem Teller zusammen mit Salatblättern, Kürbiskernöl sowie Balsamico-Essig anzurichten. Harald Strüwe zeigte, wie man Zwiebeln, Fenchel und anderes Gemüse „fernseh-tauglich“ kleinschneidet, ohne die Finger (ebenfalls fernseh-tauglich) unter das Messer zu bekommen. Das Geheimnis besteht darin, die Finger der Führungshand (diese hält das Gemüse) leicht zu krümmen. So zeigen die Fingerspitzen nach innen. Jetzt lässt man den Rücken vom Mittelfinger leicht hervorschauen und führt so das Messer. Klingt etwas sperrig, gelingt mit etwas Übung aber hervorragend und hat den Vorteil dass man beim Schnippeln den Blick sogar in die Ferne schweifen lassen kann. „Ich muss zugeben“, lacht Strüwe, „ich habe mich etliche Male geschnitten, bevor ich es richtig drauf hatte.“

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Harald Strüwe schnippelt Fenchel im Rekordtempo klein und die Gäste staunen!

Die anfängliche Zurückhaltung wich mit fortgeschrittenem Abend glühendem Eifer. Mit Begeisterung schälten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kartoffeln und Pastinaken in der Küche, klopften Fleisch zart und staunten über die färbende Wirkung von bunten Karottenstreifen in der Kraftbrühe. Das Gemüse, neben dem Wildfleisch die zweite Hauptrolle in einem guten Menü, stammte an diesem Abend übrigens von den Lieferanten der „Mobilen Biokiste“ und somit aus der Region, was die Teilnehmer angesichts des ursprünglichen Geschmacks auch ausdrücklich lobten.

Was ist es aber, das den besonderen Reiz am Wild ausmacht? Edgar Miller, Küchenmeister und Jäger, wies darauf hin dass das Wildfleisch eben nicht aus der Massentierhaltung stamme, sich die Tiere selbstbestimmt von Kräutern und Gräsern ernährten und unter ganz anderen Bedingungen aufwüchsen. Auch ist die Mär vom streng riechenden und schmeckenden Wild eben nichts anderes als eine Ansicht, die mit Events wie dem Kochabend zurecht gerückt werden sollte.

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Edgar Miller beim Zubereiten der Wildschweinrouladen.

So endete der mehrstündige Abend mit dem Hauptgang, der „Trilogie vom Wild“. Ob Wildschweinroulade mit Backobst, Hasenrücken an Holunderjus oder Rehkeule in Wacholdersauce mit Cranberries – angesichts der reichhaltigen Beilagen (Brokkoli muss nicht erst matschig gekocht werden; kurz in reichlich gesalzenem Wasser gekocht und dann möglichst in kaltem Wasser abgeschreckt, schmeckt er auch Skeptikern gut) wie Pastinaken-/Kartoffelpüree, selbstgemachten Spätzle und Wirsing, konnte sich jeder seine ganz persönliche Favoritenkombination zusammenstellen. Auffällig dabei: Zu Wild passen immer auch geschmackvolle Früchte und Beeren wie Holunder oder Cranberries. „Und ganz wichtig“, so Miller und Strüwe, „den Rotwein nicht vergessen!“

Mehr Bilder sehen Sie in unserer nachfolgenden Bildergalerie:

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