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Adventskonzert „Sankt Nikolaus“ am 15. Dezember in St. Nikolai

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Musik zum Advent ist am Freitag, 15. Dezember ab 19:00 Uhr in der Rintelner St. Nikolai-Kirche zu erleben. Werke des 20. Jahrhunderts von Benjamin Britten, John Rutter und Jan Sielemann erklingen in dem Programm, in dessen Mittelpunkt der heilige Nikolaus, Schutzpatron der Kinder und Seefahrer, steht. Wer war dieser Mann, den bei uns jedes Kind als Überbringer von Geschenken kennt?

Welche Legenden sich rund um sein Leben ranken, erzählt in neun Stationen die Kantate „Sankt Nikolaus“ des englischen Komponisten Benjamin Britten, die als Hauptwerk des Abends in deutscher Sprache aufgeführt wird.

In der Komposition „Gedanken zu Nikolaus“ von Jan Sielemann wird das populäre und volkstümliche Nikolaus-Lied „Lasst uns froh und munter sein“ mit der Sehnsucht und dem Wunsch nach Frieden verbunden. Zudem kommen Weihnachtslieder von John Rutter zu Gehör.

Mitwirkende

Das Konzert wird von einem großen Chorensemble gestaltet. Zusammen mit dem Schaumburger Oratorienchor singen die Singgemeinschaft der MarienKantorei Lemgo und die Kinder- und Jugendchöre der Singschulen St. Nikolai Rinteln und St. Marien Lemgo. Die Rolle des Nikolaus übernimmt der Solist Henning Klocke (Tenor). Im „Nikolaus-Projektorchester“ wirken Pultführer der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford sowie weitere Musiker aus der Region mit. Die Leitung hat Kirchenkreiskantorin Daniela Brinkmann.

Ein zweites Konzert findet am Samstag, 16. Dezember um 18:00 Uhr in der St. Marienkirche in Lemgo unter Leitung des dortigen Kantors Volker Jänig statt.

Karten

Karten zum Preis von fünf bis 20 Euro sind seit Montag im Vorverkauf bei derVolksbank in Schaumburg sowie der Schaumburger Zeitung erhältlich.

Einführungsvortrag

In einem Vortrag mit Klangbeispielen gibt Daniela Brinkmann schon am Dienstag, 5. Dezember ab 19:00 Uhr im Gemeindehaus, Ostertorstr. 1 einen Vorgeschmack auf das Konzert. Das Konzert wird gefördert durch die Volksbank in Schaumburg, den Kulturring Rinteln e.V., den Förderkreis „Musik an St. Nikolai“, den Ev.-luth. Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg und die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Benjamin Britten (1913-1976) ist Englands bedeutendster Komponist des 20. Jahrhunderts. Er hat eine ganz eigene Klangsprache entwickelt, durch die er schon zu Lebzeiten zu großer Berühmtheit gelangte. In der Musik der Nikolaus-Kantate sind Stimmungen ganz unmittelbar und eindrucksvoll zu erleben, wie eine Seefahrt bei Unwetter oder Nikolaus ́ Einsamkeit im Gefängnis. Britten komponierte das Stück als Auftragswerk für das 100. Jubiläum des Lancing College und passte es eng an die Gegebenheiten der Schule an. So sieht er mehrere Chöre vor und schreibt einige Passagen für Kinderstimmen, der Orchesterpart konnte von Jugendlichen bewältigt werden. Nur für die Hauptrolle des Nikolaus war ein professioneller Sänger vorgesehen. Zum Orchester zählen neben den Streichern ein großes Schlagwerk, Orgel und Klavierduo. Das Publikum verbindet sich an zwei Stellen mit den Ausführenden und ist zum Mitsingen von Chorälen aufgefordert.

Hintergrund

John Rutter (*1945) ist inzwischen ebenfalls ein populärer englischer Komponist und Chorleiter. Seine Chor- und Kirchenmusikwerke, die oft Anklänge an Filmmusik haben, erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Konzert werden fünf seiner eingängigen Weihnachtshymnen mit Orchesterbegleitung aufgeführt.

Der Tenor Henning Klocke begann seine sängerische Ausbildung am Hamburger Konservatorium bei Mark Bruce. Es folgte ein Gesangsstudium bei Prof. Monika Bürgener an der Hochschule Würzburg, das er mit Auszeichnung abschloss. Ergänzende Studien führten ihn u.a. zu Christoph Prégardien und Barbara Schlick.
Henning Klocke ist ein gefragter Interpret bei vielen internationalen Festspielen.

Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Musik der 17. und 18. Jahrhunderts. Daraus ergab sich unter anderem die Zusammenarbeit mit Ludger Rémy und seinem Ensemble „Les Amis de Philippe“, Christoph Spering, den Ensembles „L ́Orfeo Barockorchester“, „Collegium Marianum Prag“, „Hamburger Ratsmusik“ u.a. Ein weiteres Interesse gilt der Kammermusik der Renaissance und des Frühbarock. Konzertengagements führten ihn nach Spanien, Portugal, China, in die Schweiz, Dänemark, Kroatien, Italien, Österreich und Holland. (pr)

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