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Aktion im Ernestinum Rinteln: Schüler des Gymnasiums demonstrieren gegen Abbau von Fahrradüberdachung

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(Rinteln) Mit einer Fahrraddemonstration der etwas anderen Art machten am Montag Schüler des Gymnasiums Ernestinum auf einen Missstand aufmerksam, der seit geraumer Zeit für Unmut bei den Fahrradfahrern sorgt: Der Abriss der Überdachung mitsamt Fahrradständern im Rahmen des IGS-Neubaus (wir berichteten).

Ersatz gab es keinen, dieser ist auch nicht vorgesehen, wie man seitens des Bauträgers – das ist der Landkreis Schaumburg – wiederholt betonte. Die Schülervertretung am Ernestinum protestierte dagegen mit einer plakativen Aktion.

Zu Beginn der zweiten Stunde wurden zahlreiche Fahrräder in den Oberstufentrakt des Schulgebäudes gebracht und dort abgestellt. Dort wäre nämlich ein idealer Platz, an dem die Fortbewegungsmittel vor Wettereinflüssen und Regen geschützt sind: Für „Rost am Rad“ konnten die Schüler nicht begeistern.

Zur Erinnerung: Dies war die Abstellanlage mit Fahrradständern und Überdachung vor dem Abriss im Rahmen des IGS-Neubaus.

Der Konflikt ums weggerissene Dach und die „Dach-losen“ Anlehnbügel beschäftigte auch bereits die Rintelner Politik. Von einer geeigneten Standortsuche auf städtischem Grund war die Rede, nachdem sich der Landkreis unerbittlich bei seinem Standpunkt gezeigt hatte, im Sinne der Gleichbehandlung bei Schul-Neubauten keine Dächer mehr für Fahrradständer zu verbauen.

Kritiker werfen den Bauplanern im Landkreis vor, im vorliegenden Fall immerhin eine funktionierende Anlage abgerissen und eine Verschlechterung herbeigeführt zu haben. Zwischenzeitlich gab es Kostenschätzungen, die in ihrer Bandbreite von 50.000 Euro bis 500.000 Euro auseinander drifteten. Ex-Ratsherr Dr. Ralf Kirstan, zuletzt bei den „Rintelner Interessen“, warf der Kreisverwaltung schließlich vor, mit dieser Verweigerungshaltung Politikverdrossenheit zu säen.

Ob schließlich in der Zukunft ein Kompromiss – etwa mit einem möglichen Standort in Hallenbadnähe, nach der anstehenden Sanierung – gefunden werden kann, bleibt abzuwarten. Ein gesichtswahrender Kompromiss wäre es aus Sicht einiger Schüler allemal, immerhin werde landein, landaus vermehrt Wert auf das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel zu Elterntaxis gelegt. Da käme so ein Signal zur richtigen Zeit.

 

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