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Am 10. November könnte historische Entscheidung über Zukunft des Brückentorsaals fallen

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(Rinteln) Am 10. November 2019 könnte die historische Entscheidung über die Zukunft des Brückentorsaals fallen. Wie WGS-Ratsherr Heinrich Sasse heute Abend in einem Beitrag auf Facebook verriet, wird in der kommenden (nicht öffentlichen) Sitzung des Verwaltungsausschusses am 15. August darüber entschieden, ob der Wahltag am 10.11. diesen Jahres stattfindet. „Egal ob mit oder ohne die CDU“, schreibt Sasse und rechnet mit einer SPD/WGS-Mehrheit, „der Bürgerwille muss mit der Wahl ermittelt und zügig umgesetzt werden.“ Das „Hin und Her“, so Sasse, beschädige das Ansehen der Stadt und ihrer Bürger: „Wir sind Stadträte und Stadträtinnen und keine Komiker!“

Nach der Wahl solle Ende Januar 2020 entschieden werden, wie es weiter gehe. Wenn der Bürgerentscheid ergeben werde, dass man den Brückentorsaal nicht verkaufen dürfe, dann brauche man auch keine neue Stadthalle, so Sasse weiter: „Dann kaufen wir den gesamten Brückentorkomplex und machen aus einem Teilkomplex – dann endlich aber in unserem Alleineigentum und nicht mehr wie bisher als Eigentumswohnung – einen modernen Stadtsaal und den Rest des Komplexes modernisieren und vermieten wir als Stadt selbst oder aber verkaufen den Rest zum Umbau nach deren Vorstellungen an Investoren.“

Die Investition von 4,4 Millionen Euro für eine Sanierung, wie es einige Stadtratsmitglieder und das Bürgerbegehren forderten, hält Sasse für „unwirtschaftlich und unklug“. Dies lasse die Entwicklungschancen für Rintelns Innenstadt beim Kauf des Komplexes durch die Stadt völlig außer acht.

Noch einen interessanten Fakt legt Sasse in seinem Beitrag offen. „Genau 3.411 Rintelner Bürger wollen mit ihren Unterschriften einen Bürgerentscheid“, schreibt Sasse. Das ist die Zahl der Unterschriften aus der Unterschriftenaktion des Bürgerbegehrens „Pro Brückentor“, die nach der Prüfung übrig geblieben ist. Zunächst war von „fast 4.000“ Unterschriften die Rede gewesen. Der Grund für die geschrumpfte Zahl liegt auf der Hand: Nicht jeder, der unterzeichnet hat, wäre dazu auch berechtigt gewesen – sei es durch Dopplungen oder Unterschriften von Bürgern, die ihren Wohnsitz außerhalb Rintelns haben oder andere Gründe. Deutlich mehr als die geforderten 2.122 sind es auf jeden Fall. Und noch eine Variante bleibt im Bereich des Möglichen: Stimmen Verwaltungsausschuss und Rat dem Bürgerbegehren per Beschluss zu, besteht die Möglichkeit, dass es gar nicht erst zu einer Wahl kommen muss. Die Weichen für einen spannenden Herbst in der Weserstadt sind also gestellt.

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