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Artenreiche Heckenwege für Rinteln

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(Rinteln) An einem Samstagvormittag in diesem Frühjahr trafen sich etwa zehn freiwillige Aktive des NABU Rinteln in der Nähe des Rintelner Flugplatzes, um entlang eines Feldweges Lücken in einer vorhandenen Feldhecke zu schließen und einen Beitrag für artenreiche Heckenwege in Rinteln zu leisten. Zugleich stellt dies einen wichtigen Baustein in der Umsetzung des Aktionsplans „Bienenfreundliches Rinteln“ dar.

Die Maßnahme erfolgte in enger Abstimmung mit dem Baubetriebshof der Stadt Rinteln, welcher zuvor die zu bepflanzenden Parzellen abgesteckt hatte. Der NABU hat die Pflanzen finanziert und in ehrenamtlicher Leistung die Pflanzung übernommen, die zukünftige Pflege wird von der Stadt Rinteln gewährleistet. „Schritt für Schritt soll so ein Biotopverbund entstehen“, wie Büscher erläutert. Zudem leisten die Hecken neben ihrer Funktion als Lebensstätte für Vögel, Amphibien und Insekten auch einen Beitrag zum Erosionsschutz der anliegenden landwirtschaftlichen Flächen.

Mit Spaten wurde zur Tat geschritten, um 160 Pflanzen heimische Feldgehölze in die Erde zu bringen. „Auf einer Länge von mehr als 200 Metern konnten wir durch die Pflanzung den Grundstein für einen ökologisch zusammenhängenden Biotop erschaffen“, erläutert Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des Rintelner NABU. Dank vieler helfender Hände war die Arbeit schnell getan und heimische Pflanzen wie Roter Hartriegel, Weißdorn, Felsenbirne, Schlehe und Haselnuss fanden sich in der Erde wieder.

Zusammenhängende Heckenlandschaften spielen eine wichtige ökologische Rolle bei der Biotopvernetzung. Sie bieten Lebensraum für viele Tierarten. Die Blüten sind die Nahrungsgrundlage für viele Insekten, von den Früchten ernähren sich Vögel und Kleinsäuger. Sie bieten Versteckmöglichkeiten und Brutplätze. Auch Amphibien sind auf Hecken als Lebensraum angewiesen. Weiterhin gelten sie als Leitlinie für den Vogelzug. In der Krautzone von Hecken siedeln sich verschiedene krautige Pflanzen an, von denen ebenfalls viele als Nahrung für Insekten dienen. (pr/Fotos: Kathy Büscher)

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