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Auf den Hund gekommen: Kadoschs Luna meldet sich zu Wort

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Ich heiße Luna und bin im Haushalt vom Kadosch ganz klar der Boss, glaube ich. Seit sieben Jahren lebe ich mit ihm friedlich zusammen. Na ja, das Sagen hat letztlich eigentlich er. Immerzu muss ich Sitz machen oder kommen, darf, seit er mich aus Teneriffa geholt hat, nicht aufs und ins Bett und auch sonst will der ständig, dass ich gehorche.

Früher, als ich noch in den Straßen von Puerto de la Cruz lebte, da hörte ich auf niemanden, konnte machen, was ich wollte, war die uneingeschränkte Königin der Bordsteine und jemandem gehorchen war ein Fremdwort, bis ich eingefangen wurde.

Na ja, ich will nicht undankbar sein, schließlich gehen wir täglich 3 – 4 Stunden in Wald und Flur, planschen mit vielen anderen Hunden im Wasser, jagen Katzen und so weiter, immer spannend. Um das zu erhalten, bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als diesen Menschen als Rudelführer anzuerkennen; und…. er macht schließlich die Dosen auf. Habe ich aber einen Ball oder einen Schuh zu fassen gekriegt, dann soll er mir ja nicht zu nahe kommen. dann ziehe ich mich hinter die Couch zurück, da kann er locken, soviel er will.

Eines Tages im Sommer ging ich mit ihm spazieren. Jetzt, wo er glaubte, ich würde ihm gehorchen, ließ er mich von der Leine. Mit einem Riesensatz war ich im Feld verschwunden und jagte Lerchen, da konnte er soviel rufen, wie er wollte. Doch da sagte es „Knacks“ und mein rechtes Bein war nicht mehr zu gebrauchen – Kreuzbandriss.

Nach der Operation musste ich einen Plastikkragen tragen, weil ich immer an der juckenden Wunde leckte. Ich konnte nicht mehr selbständig essen oder trinken, immer musste ich Bescheid geben. Widerlich diese Abhängigkeit. Schön aber war es, wenn er mich die Treppen hinauf und hinunter trug, da konnte ich mich so richtig an ihn kuscheln.

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Wenn Kadosch mich jetzt von der Leine lässt, dann laufe ich nicht mehr sehr weit weg, ich habe meine Lektion gelernt, aber glaubt ja nicht, dieser Machtkampf sei schon zuende!
Neuerdings lasse ich manchmal meinen Übermut an meinem Nachbarn Merlin aus, doch der haut schnell mit der Katerpfote zu, das tut weh. Ich vermisse meinen alten Kumpel Max, mit dem ich in einem Körbchen schlief (siehe Foto), er ist jetzt wohl im Katzenhimmel.

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Bei Kübra bin ich gern zu Besuch, da kann ich dann mit den Kumpels Mia und Gizmo herumtollen, da gibt es keinen Boss. Leider holt mich Kadosch von dort immer viel zu früh zurück.
Jetzt im Sommer gehen wir gern ans Wasser, da ist immer was los und ich kann nach Herzenslust buddeln und Steinchen finden, während die Kumpels Bälle und Stöckchen aus dem Wasser holen. Nur wenn Maxi, ein Bordercollie, dabei ist, macht es nicht solchen Spaß, weil der ständig am Ufer hin und her patrouilliert, dabei hofft, etwas zu ergattern, einen Ball, ein Stöckchen, einen Leuchtturm oder ein Steinchen. Ich ziehe mich dann zur Konfliktvermeidung zurück.

Am meisten geht mir das Geschrei einiger Menschen auf den Schwanz, sie kommandieren, schreien den Namen ihres Hundes, obwohl diese ihn ja ganz genau kennen. Dabei wäre es doch so einfach, wenn sie klare, kurze Anweisungen geben können, wonach sich die Kumpels richten könnten.

OK, ich werde gern `mal, wie mein Herrchen, schwerhörig, aber er brüllt auch nicht wirklich hinter mir her. Nur, finde ich irgendwo im Gebüsch oder auf dem Feld einen liegen gelassenen Ball, hat Kadosch keine Chance, dann lege ich den Ball und sei er noch so alt, vor mich hin und bewache ihn – das kann dauern.

Und nun zu meiner schwachen Seite. Ich liebe es, wenn ich bei Kadosch auf den Knien liegen kann, wenn er am PC sitzt und schreibt, oder liest oder Fernsehen an hat. Diese Streicheleinheiten brauche ich einfach, dann halte ich auch mal still, wenn er meine Haare ein wenig kürzt.

Jedenfalls sind wir ein gutes Gespann, er nennt mich seine Fellverlobte, und seine Mädels finde ich auch meistens gut.

Wuff!

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