(Rinteln) Anhand typischer Vorboten kann man auch ohne genauen Blick auf den Kalender erkennen, dass der Rintelner Weihnachtsmarkt fast vor der Tür steht.
Zum Beispiel am großen Weihnachtsbaum, der auf dem Marktplatz aufgestellt ist. Noch nicht, aber bald: Die Tanne wird Anfang der kommenden Woche „geliefert“. Ein weiteres Zeichen ist der Aufbau der Weihnachtspyramide der Schaustellerfamilie Klaasen. Heute war der große Moment, wenn auch mit reichlich Hindernissen.
Beim Blick aus dem Fenster dürfte Marlon Klaasen am Montagmorgen ein mulmiges Gefühl gehabt haben. Bei dem Regen ist ein Aufbau der Pyramide nur eingeschränkt möglich, da die Oberflächen aus Holz und Metall rutschig sind und somit Unfallgefahr besteht. Damit nicht genug. „Wir hatten heute ein defektes Lasthalteventil am Kran“, erklärt Pyramiden-Chef Klaasen, „das hatte eine Störmeldung zur Folge.“ Ein Techniker aus Bünde wurde mit der Fehlersuche beauftragt und musste nach erfolgter Diagnose das defekte Teil tauschen. Erst dann konnte der Aufbau weitergehen.

Der Aufbau der Rintelner Weihnachtspyramide ist jedes Mal mit viel Handarbeit verbunden. Die Einzelteile lagern elf Monate im Schaustellerbetrieb, ehe sie eigens für den Rintelner Adventszauber herausgeholt und aufgebaut werden. Diese Pyramide kommt ausschließlich in der Weserstadt zum Einsatz. Nach dem Abbau wird sie wieder im Lager verstaut – bis zur nächsten Saison.

Nachdem sich das Wetter stabilisiert, die durchnässte Kleidung getrocknet und der Defekt behoben war, konnte es endlich losgehen mit dem Aufbau. Mit rund drei Stunden Verspätung kam es zur langersehnten „Hochzeit“. So wie im Autowerk der Antrieb mit der Karosserie „verheiratet“ wird, so hievt Marlon Klaasen die tonnenschwere Pyramidenspitze mittels Kran und Fernsteuerung auf den Unterbau. Präzisionsarbeit ist nötig, mehrere Mitarbeiter positionieren die Konstruktion millimetergenau, bevor der lange Arm des Krans die Spitze absenkt und einrasten lässt. Das Ziel am ersten Tag des Aufbaus ist immer: „Probedrehen, probeleuchten“.

Die Arbeit geht danach noch weiter. Die gesamte „Infrastruktur“ mit Vordach, Tresen, Zapfanlagen und Elektrik muss noch installiert werden, ehe es am 28. November offiziell mit der Eröffnung des Rintelner Adventszaubers losgeht. Bis dahin wird die Budenlandschaft Schritt für Schritt weiter aufgebaut. Immer mehr Hütten werden errichtet, die Weihnachtsbeleuchtung wird aufgehängt, alles damit die Fußgängerzone der Weserstadt pünktlich zur Adventszeit festlich erleuchtet wird. Schon bald ist es soweit.
(ra)




























Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.