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Aus für „Academia Rinteln GmbH“: Rat stimmt für Auflösung der Gesellschaft und Abwicklung der Verbindlichkeiten

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(Rinteln) 2017 wurde die „Academia Rinteln GmbH“ gegründet mit dem erklärten Ziel, Rinteln wieder zurück zu führen in die Liga der Universitätsstädte. Nach anfänglich guten Zahlen bei den Studierenden gab es einen krassen Einbruch der Zahlen zu Beginn der Corona Pandemie und davon erholte sich die Academia auch danach nicht wieder.

Die Anmeldezahlen tendierten gegen Null, jetzt zog der Stadtrat die Notbremse und gab der Bürgermeisterin, zugleich Geschäftsführerin der Academia, den Auftrag, die Gesellschaft zum 31. Dezember diesen Jahres aufzulösen. Das Ziel: Abwicklung und Begleichung der Verbindlichkeiten, Einziehung bestehender Forderungen und Verwertung des Anlage- und übrigens Umlaufvermögens.

Politisch gab es dazu keine Widerstände, allerdings sahen es die Fraktionen unterschiedlich, warum es dazu kam und ob man bereits im Vorfeld über eine Risikoanalyse hätte voraussehen können, dass das in die Academia gesteckt Geld verbrannt wurde. Diese Analyse hätte sich zumindest Prof. Dr. Gert Armin Neuhäuser (RI) von der Verwaltung gewünscht, die bei Gründung der Academia noch unter Bürgermeister Thomas Priemer stand.

Für Veit Rauch (CDU) war es ein guter Versuch, Rinteln wieder zur Universitätsstadt zu machen: „Aber ohne Erfolg und mit fast 200.000 Euro, die wir verbrannt haben!“ Heinrich Sasse (WGS) sah den Misserfolg der Academia auch darin begründet, dass der Trend immer mehr zu günstigen Onlineformaten und weg von teuren Präsenzstudiengängen gehe. Das unterstrichen auch die Zahlen der Bürgermeisterin, denn der Bedarf an Präsenzveranstaltung habe nach ihrer Kenntnis stark abgenommen, während zeit- und ortsunabhängige Onlinestudiengänge Zulauf verzeichneten.

Die Academia Rinteln GmbH ist ab dem 1. Januar 2023 Geschichte. Ihre Auflösung wurde jetzt im Rat beschlossen, nachdem es keine neuen Studenten gab. (Symbolfoto)

Nachdem im vierten Semester in Folge keine neuen Studenten kamen, musste jetzt die Reißleine gezogen werden. Einen weiteren Grund konnte Astrid Teigeler-Tegtmeier (SPD) nennen, denn der „Physical Assistent“, auf den in Rinteln große Hoffnungen gesetzt wurden, werde oft allein schon deshalb in den Betrieben nicht angeboten, weil man dann hochqualifizierte Pflegedienstleitungen verlieren würde, die sich dann als Arztassistenten ausbilden ließen. Einstimmig wurde schließlich die Abwicklung der Academia Rinteln beschlossen. (ssw)

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