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Außen hui, innen geht noch was: Studenten stellen Ideen zur Gestaltung des Rintelner Rathauses vor

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Das historische Rathaus der Stadt Rinteln weckt beim äußeren Eindruck Erwartungen, denen die Innenansicht nicht gerecht wird. Das ging aus der Präsentation hervor, die vier Studentinnen der Hochschule Detmold, Fachrichtung Innenarchitektur, im Rahmen der jüngsten Ratssitzung vorstellten. Die Stadt Rinteln konnte Prof. Eva Filter und sechs Studenten dafür gewinnen, Konzepte für die Innengestaltung des Rathausgebäudes an der Klosterstraße 19 zu gewinnen.

In dreimonatiger Dauer erstellten die angehenden Innenarchitekten ein Konzept, das vom Eingangsbereich zum Sitzungssaal reicht. Schräge Flächen an den Wänden sollen eine Leitfunktion übernehmen, wenn Bürger vom rückwärtigen Parkplatz ins Gebäude gehen und zielgerichtet Treppenhaus oder Aufzug ansteuern. Die zerklüfteten Informationen in der Eingangshalle sollen einem ausgeklügelten, zentralen Leitsystem weichen. In den Fluren und Treppenhäusern schaffen die Studenten möblierte Bereiche mit Aufenthaltsqualität zum Begegnen und Kommunizieren. Auch im Außenbereich mit neu angeordneten Parkplätzen sollen Sitzmöbel für Mitarbeiter und Bürger gleichermaßen eine angenehme Atmosphäre erzeugen. Dabei greift die Gestaltung der Parkplatzmitte die sternförmigen Wallanlagen der Altstadt neu auf.

Rintelns Nähe zur Natur hat Studentin Amelie Peters anhand der Rintelner Blumenmischung aufgegriffen und in der Wandgestaltung im historischen Sitzungssaal einfließen lassen. Eine Tapete mit Blumen und Blütenmuster dient als Brückenschlag zur beliebten Wildblumensaat, die an immer mehr Orten in der Stadt und im Umfeld zum Einsatz kommt. Bei der Saalgestaltung setzt Peters auf Licht, dass durchs große Fenster zur Klosterstraße einfallen soll. Derzeit wird es durch Sichtschutz vollständig verdeckt. Die Empore wird bislang kaum genutzt. Der Zugang über das zentrale Treppenhaus ist umständlich und soll durch eine neue Wendeltreppe direkt im Saal ermöglicht werden. Direkt unter der Empore ist ein Lounge-Bereich vorgesehen. Die Anordnung der Möbel hat sie vom bisherigen Charakter des „runden Tisches“ in einen zentralen Mittelpunkt zusammengefasst. Weitere Elemente der Innengestaltung ziehen sich bis in die Teeküche mit Ruheräumen für die Mitarbeiter im Dachgeschoss.

Ideen, die von der Stadtverwaltung mit Geldpreisen gewürdigt wurden. In der Summe 500 Euro gab es für die beiden erstplatzierten Ideen von Christina Hagenhoff und Anja Hoff für die Neugestaltung des hofseitigen Eingangsbereichs und des neuen Leitsystems. Die Vorschläge von Amelie Peters und Michelle Slabon (Sitzungssaal und Turmtreppenhaus mit Teeküche) erhielten zusammen 300 Euro für den zweiten Platz. Welche dieser Maßnahmen umgesetzt werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Allerdings, so erinnerte Prof. Eva Filter abschließend, lassen sich die Ideen auch in Etappen realisieren. Die beste Nachricht überbrachte Bürgermeister Thomas Priemer zum Schluss: „Alle Studenten haben übrigens bestanden.“ Herzlichen Glückwunsch!

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