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Baum-Nachwuchs für den Waldkindergarten in Strücken

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Wie so oft in diesen Tagen, regnet es mal wieder. Bei diesem Pressetermin am neu eröffneten Waldkindergarten in Strücken scheint das aber niemanden zu stören. Sieben Bäume, genauer gesagt Weißtannen, sollen hier und jetzt in einer Waldlichtung gepflanzt werden. So wie Kinder für Wachstum und Nachwuchs stehen, so braucht auch der Wald Nachwuchs. Und dafür sorgen die Waldkintergartenkinder mit Begeisterung.

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Von rechts: Revierförster Stefan Körbel, Dr. Joachim Steinbeck, Milena Branahl, Antonio Calvin, Ortsbürgermeister Achim Heger mit den Eltern und Kindern.
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Kinder und Eltern des Waldkindergartens sorgen für Baum-Nachwuchs in Strücken.

Unter der Anleitung von Revierförster Stefan Körbel und mit elterlicher Hilfe wird ein Loch in den Waldboden gegraben. Dabei wird deutlich: Der Regen hat nur die Oberfläche angefeuchtet. Wenige Zentimeter unter der Laubschicht ist das Erdreich noch staubtrocken.

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Dr. Joachim Steinbeck als Vertreter der Stadt Rinteln (links) und Revierförster Stefan Körbel bei der Pflanzung der Weißtannen.

Nach und nach bekommen alle Bäumchen ihren Platz im Wald. Aber wieso überhaupt eine Weißtanne? „Wir brauchen angesichts der klimatischen Veränderungen einen stabilen Wald“, erklärt der Förster sofort, „die Weißtanne besitzt eine Pfahlwurzel, die tief in die Erde reicht und so auch bei lang anhaltender Trockenheit Feuchtigkeit bekommt.“

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Die Gruppe im Waldkindergarten Strücken ist derzeit noch klein. Vier Kinder stehen unter der Betreuung von Milena Branahl und Antonio Calvin. 15 Kinder werden es insgesamt, es liegen schon rund 17 Anmeldungen für die nächsten 18 Monate vor, berichten die beiden. Die Vorteile eines Waldkindergartens liegen auf der Hand. Die Kinder, so heißt es, seien gesünder, ausgeglichener und aktiver. Dabei lernen sie schon in jungen Jahren, Verantwortung zu übernehmen. Jeden Tag gibt es einen neuen „Wegfinder“, der die Gruppe durch den Wald führt. Dabei lernen die Kinder, Regeln zu akzeptieren und zu befolgen. Auch Improvisationstalent ist gefragt. Aus unscheinbaren Steinen können die tollsten Spielzeuge werden. Und mit Seilen haben Groß und Klein bereits Baumschaukeln gebaut, ebenso wie Schutzhütten aus Ästen und Laub für Unterschlupf vor Regen. Einmal im Monat geht es für alle zum Sport in die Turnhalle und im Januar wird ein größerer Bauwagen mit sanitären Anlagen geliefert.

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Nach getaner Arbeit stärken sich alle bei heißem Tee, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Und während die Pressevertreter das Wasser aus ihren Kameras und Notizblöcken zu pusten versuchen, spielen die Kinder unbeschwert und dank Matschanzug gut gegen Schlamm gewappnet munter weiter. Das Erfolgsmodell „Waldkindergarten“ erfährt hier seine Fortsetzung.

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