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Baumfällungen: 70-jährige Eschen am Klippenturm sind krank

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(Rinteln) Ab dem 1. März werden im Revierteil Todenmann der Försterei Rinteln Baumfällungen aus Gründen der Verkehrssicherung durchgeführt. Eine Fläche mit 70-jährigen Eschen im Bereich des Klippenturms, ist einer für die Esche typischen Krankheit zum Opfer gefallen – dem Eschentriebsterben.

„Aufgrund der Nähe zu stark frequentierten Wanderwegen und Ausflugszielen ist es unabdingbar diese instabil und gefährlich gewordenen Bäume zu entnehmen, um den Waldbesuchenden einen sicheren Aufenthalt im Wald zu gewährleisten“, erklärt der Leiter des Forstamtes Oldendorf, Christian Weigel.

Das Eschentriebsterben rafft ganze Flächen dahin. Ein sehr hoher Anteil der einst gesunden Eschen ist durch diese Krankheit befallen und stirbt ab. Ein in den 1990er Jahren aus Ostasien eingeschleppter Pilz ist für diese verheerende Erkrankung verantwortlich. Betroffen sind Waldflächen in ganz Deutschland. Zunächst werden die Blätter befallen und anschließend wandert der Erreger in die Äste. Diese brechen dann selbst bei Windstille spontan ab und bergen eine große Gefahr für Waldbesucher. Wie beim Eschentriebsterben üblich, ist die Fällung der Bäume alternativlos. Im Zuge der aufwendigen Maßnahme muss ein Großteil der Eschen auf der Fläche am Klippenturm entnommen werden.

„Die Esche leidet seit Jahren stark unter der Krankheit. Inzwischen zeigen beinahe alle Bäume die typischen Symptome in der Krone: Kaum Blätter, Totholzäste und anschließend kommt der Eschenbastkäfer, welcher dem Baum den Rest gibt. Da der Wanderweg längs durch die Eschenfläche verläuft, ist die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet. Die Baumkronen könnten jeden Moment abbrechen und stellen somit eine erhebliche Gefahr dar“, begründet Holger Puls, Revierleiter der Försterei Rinteln, die anstehende Maßnahme.

Um die Auswirkungen der Verkehrssicherung so gering wie möglich zu halten, verbleiben nicht betroffenen Bäume wie Ahorne und Hainbuchen auf der Fläche.

„Im Anschluss an die Verkehrssicherung wird es dort zunächst ungewohnt kahl aussehen. Doch die verbleibenden Bäume werden mit ihren Samen für neue Bäume sorgen, deren Schicksal hoffentlich ein glücklicheres sein wird“, so Puls.

Das Forstamt Oldendorf bittet um Verständnis für die Baumfällungen, welche der Sicherheit der Waldbesucher dienen. (pr/Fotos: Nds. Landesforsten)

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