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"Baywatch" real: DLRG im Wachdienst auf Borkum, Lübeck und in Ahrenshoop

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Badeunfälle mit Todesopfern nehmen zu. Allein an einem Wochenende gab es an der Ostseeküste 18 Tote. Aus diesem Grund ist der Wachdienst der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) an der deutschen Nord- und Ostseeküste wichtiger denn je.

Schuld daran sind gefährliche Strömungen, Winde, häufig auch Selbstüberschätzung und das Ignorieren von Warnhinweisen. Damit eine größtmögliche Sicherheit an den bewachten Strandabschnitten herrscht, fahren DRLG-Rettungsschwimmer aus dem ganzen Bundesgebiet in den Sommermonaten an die Küste.

Anna-Lena Weber, Lea Hohmeier und Marius Weichert von der Rintelner DLRG waren jetzt zwei Wochen lang in Ahrenshoop und besetzten dort mit anderen Rettungsschwimmern aus Peine, Homburg, Berlin und Greifswald die Wachtürme. Viel Verantwortung für die 16- bis 25-jährigen auf der Wache, für die sie im Vorfeld ordentlich trainierten. Mindestvoraussetzung ist das Rettungsschwimmabzeichen in Silber und ein Erste-Hilfe-Kurs. Vor Ort prüfte Wachleiter Sebastian Topper die Qualifikationen und die Fähigkeiten der eingesetzten Retter und ließ Rettungsübungen in der Ostsee und an Land durchführen, damit das Team im Ernstfall bestmöglich handeln kann.

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Ein starkes Team für Sicherheit an der Küste: Die DLRG bewacht mit Unterstützung von drei Rintelner Rettungsschwimmern den Badebereich in Ahrenshoop. (Foto: privat)

Und es kam (leider) wie es kommen musste: Ein 69-jähriger Mann fiel in einem unbewachten Badebereich plötzlich im Wasser um und musste von den hinzugerufenen Lebensrettern reanimiert werden. Trotz der großen Erfahrung der drei Rettungsschwimmer, die zusätzlich noch bei den Malthesern ihren ehrenamtlichen Dienst versehen oder sogar Medizin studierten, konnte der Mann nicht gerettet werden und verstarb im Krankenhaus.

Ebenfalls auf der Liste der abzuarbeitenden Einsätze standen Suchen nach vermissten Kindern, einmal sogar mit Hubschrauberunterstützung. Die Kinder konnten wohlbehalten wieder ihren Eltern zurückgeführt werden; die Eltern hatten sie aus den Augen verloren und die Kinder hatten sich am Strand verirrt. Damit es nicht zu gefährlichen Situationen an der Küste kommt, empfehlen die Rettungsschwimmer, sich vorher über die Gefahren von Nord- und Ostsee zu informieren, den Hinweisflaggen der DLRG (gelb für gefährliches Baden und rot für Badeverbot) zu folgen und möglichst nur in den bewachten Bereichen zu baden.

Für die drei Rintelner waren es spannende zwei Wochen und neben ihnen waren aus der Rintelner DLRG noch Milena Grüger und Tobias Meier-Böker an unterschiedlichen Stränden auf Wachdienst. Moritz Korff versieht sogar ein freiwilliges soziales Jahr bei der DLRG im Bereich Lübeck.

 

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