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BBS Rinteln engagiert sich für Palliativstation im Klinikum Schaumburg

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(Rinteln/Obernkirchen) Im Rahmen eines gemeinsamen Projekttages haben Schülerinnen und Schüler der BBS Rinteln 225 Lavendelsäckchen für die Patientinnen und Patienten der Palliativstation des Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg genäht.

Nicht nur im Hinblick auf die zukünftige generalisierte Ausbildung in der Pflege kooperieren die Berufsbildenden Schulen Rinteln und das Klinikum Schaumburg, sondern auch bei praxisnahen Projekten, die den Patientinnen und Patienten am Schaumburger Klinikum zu Gute kommen. Am 25.11.2019 waren deshalb Schülerinnen und Schüler der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege mit dem Schwerpunkt Persönliche Assistenz (BFS 11a) zu Gast im Klinikum und haben 225 selbst genähte Lavendelsäckchen für die Patientinnen und Patienten der Palliativstation mitgebracht.

Die Idee für das Projekt hat das Team der Palliativstation rund um die Stationsleitung Manuela Waltemathe und den ärztlichen Leiter Dr. Andreas Kronjäger entwickelt. Auf der Palliativstation im Klinikum wird an vielen Stellen mit Heilkräutern aller Art gearbeitet. „Es gibt unzählige Heilkräuter, Lavendel wirkt vor allem beruhigend, angstlösend und schlaffördernd. Lavendelsäckchen nutzen wir deshalb sehr gerne auf unserer Station, sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für Angehörige“, erklärt Schwester Manuela. Dank der Schülerinnen und Schülern der BFS 11a kann die Station nun wieder aus den Vollen schöpfen. Finanziert wurden die benötigten Materialien durch die Spendengelder der Palliativstation. Dr. Andreas Kronjäger ist es deshalb auch besonders wichtig, noch einmal einen großen Dank an alle Spenderinnen und Spender auszusprechen: „Nur mit diesen Geldern können wir so tolle Projekte, die zu 100% unseren Patientinnen und Patienten zu Gute kommen, finanzieren.“

Im Rahmen der einjährigen Berufsfachschule absolvieren die Schülerinnen und Schüler Theorie- und Praxiszeiten. Das erste Halbjahr findet ausschließlich in der Schule statt, wobei auch hier das praxisorientierte Lernen nicht zu kurz kommt. Im zweiten Schulhalbjahr erfolgt dann eine praktische Ausbildung, welche z. B. auch im Klinikum in der Gesundheits- und Krankenpflege stattfinden kann. Denn Ziel der Schulform, also der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege, ist es, eine Grundlage für einen späteren Beruf in der Pflege zu geben und bei der beruflichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Die Klasse BFS 11a unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Marie-Theres Bockhorst-Thöne hat in den letzten Wochen engagiert an dem Lavendelsäckchen-Projekt für die Palliativstation gearbeitet, für das sich alle nach der Präsentation der Idee durch die Klassenlehrerin, schnell begeistern konnten. Als Dank für die mühevolle Arbeit wurden die Schülerinnen und Schüler am Tag der Übergabe am 25.11.2019 im Rahmen eines kleinen Projekttages mit Schwester Manuela und ihrer Stellvertretung Schwester Irina Hildebrandt in die komplementäre palliative Pflege eingeführt. Die Palliativ-Expertinnen des Klinikums haben gezeigt, was palliative Pflege so besonders macht, welche Wirkungen Heilkräuter wie Lavendel bei Patientinnen und Patienten haben können und auch ein Rundgang durch das Schaumburger Klinikum inklusive einem Besuch auf der Palliativstation durfte nicht fehlen. In dem vertrauten Rahmen sind auch Gedanken und Eindrücke der BFS 11a zur Palliativmedizin und dem Umgang mit schwerkranken Patientinnen und Patienten mit den Experten des Schaumburger Klinikums ausgetaucht worden.

Nicht nur für das Team der Palliativstation und die Patientinnen und Patienten hat sich der Besuch gelohnt, auch die Schülerinnen und Schüler der BFS 11a kennen nun einen möglichen Praxispartner für ihre praktische Ausbildung näher und haben einen guten Eindruck von einer möglichen späteren Berufsperspektive erhalten. (pr/Fotos: pr)

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