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BBS Rinteln und Klinikum Schaumburg bilden gemeinsam Pflegefachkräfte aus

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(Rinteln/Obernkirchen) Per Gesetz ist im Juli 2017 die grundlegende Reform der Ausbildung in den Pflegeberufen beschlossen worden. Aus den bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Ausbildungsberufen wird ab dem Schuljahr 2020/21 die Ausbildung zum „Pflegefachfrau“ und dem „Pflegefachmann“. Dabei handelt es sich um eine generalistisch ausgerichtete Berufsausbildung. Zu deren Umsetzung unterzeichneten jetzt die Berufsbildenden Schulen Rinteln (BBS) und das Agaplesion Klinikum Schaumburg eine Kooperationsvereinbarung.

Der Bedarf an Pflegekräften ist groß. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Pflegeberufegesetzes haben der Landkreis und das Klinikum Schaumburg die Situation analysiert und intensiv nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation in Pflegeberufen gesucht.

Ergebnis dieser intensiven Gespräche ist die jetzt unterzeichnete Kooperationsvereinbarung, denn so „kommen wir unserer Aufgabe einer gezielten, qualitativ hochwertigen und zukunftsgesicherten Ausbildung als Bildungsträger im Schaumburger Land nach“, so BBS-Schulleiterin Lita Gooßen. Klinikum-Geschäftsführerin Diana Fortmann ist stolz auf die positive Entwicklung für die Ausbildung im Pflegebereich: „Unser Schaumburger Klinikum ist bereits jetzt in der Region Vorreiter in der Ausbildung für Gesundheits- und Krankenpflege und bietet mit dem großen Erfahrungsschatz eine hohe Ausbildungsqualität. Mit der regionalen Lernortkooperation zwischen den BBS Rinteln und unserer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikstandort in Vehlen stärken wir die Nachwuchsförderung in den Pflegeberufen und legen damit einen weiteren wichtigen Grundstein, um auch in Zukunft die Gesundheitsversorgung im Schaumburger Land sicherzustellen.“

Von links: Lita Gooßen (Schulleiterin der BBS Rinteln), Diana Fortmann (Geschäftsführerin am Klinikum Schaumburg) und Katharina Augath (Kreisrätin) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Dominik Janze, Schulleiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Schaumburger Klinikum, lobt die engere Verbindung von Theorie und Praxis. Die Schule war Anfang des Jahres von Rinteln an den Klinikstandort Vehlen gezogen. Es gebe „viel positives Feedback von Schülern“, dank der BBS-Kooperation sei ein weiterer Mehrwert gegeben. Dank der regionalen Lernortkooperation werde man zum größten Ausbilder für Pflege im Schaumburger Land. Dabei gilt es künftig, drei verschiedene Ausbildungen im neuen Beruf zusammenzufassen: Kinderkrankenpflege, Altenpflege und Gesundheits-/Krankenpflege. Zusätzlich stehen die Fächer Deutsch, Englisch und Politik auf dem Lehrplan. Die Ausbildungsdauer ändert sich dabei nicht.

Seit dem Frühjahr werden von den Lehren der Berufsfachschule Altenpflege an der BBS und den Ausbildern der Gesundheits- und Krankenpflegeschule gemeinsame Ausbildungspläne entwickelt. So werden die beiden Schulen auch zukünftig den Fortbestand der Ausbildung von examinierten Pflegekräften durch die Anpassung des Bildungsangebotes sichern. Durch eine enge Verzahnung der beiden Schulen soll den Schülern in der generalisierten Ausbildung eine qualifizierte und für ihre Zielausrichtung bestmögliche Ausbildung geboten werden.

Die gemeinsame Pflegeausbildung wird von allen Beteiligten unterstützt und begleitet. Dabei ist auch eine kontinuierliche Evaluation der Zusammenarbeit in der generalisierten Pflegeausbildung Teil der Kooperationsvereinbarung.

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