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Bei Neubau der ICE-Strecke: „Ein Viertel der Flächen würden wir verlieren, das wäre eine Katastrophe“

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(Auetal) Um sich über die aktuelle Entwicklung der Trassenplanung auszutauschen und auch die Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu besprechen, hat sich der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann gemeinsam mit dem CDU Bürgermeisterkandidaten im Auetal, Jörn Lohmann und den Landwirten Dirk und Jannik Blaue in Borstel getroffen.

Große Sorge herrscht auf dem über 400 Jahre bestehenden Generationsbetrieb, sollte die Bahntrasse (Variante 5) über die Felder der Familie gebaut werden. „Ein Viertel der Flächen würden wir verlieren und das wäre eine Katastrophe“, so Dirk Blaue.

„Als Bundestagsabgeordneter bin ich nicht dazu da, um Ängste zu schüren. Ich möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern in meinem Wahlkreis die Ängste nehmen und im sachlichen Dialog mit allen Beteiligten stehen. Da wir uns noch am Anfang der Planungsdialoge befinden und es noch keine Vorfestlegung der Trassenvarianten gibt und ein endgültiges Ergebnis frühestens Ende 2022 erwartet wird, konnte ich Familie Blaue die Sorgen etwas nehmen. Genau deshalb ist es mir so extrem wichtig die persönlichen Gespräche vor Ort zu führen“, äußert sich Beermann.

„Als Betroffene von Infrastrukturmaßnahmen wollen wir der Verkehrswende nicht im Weg stehen. Aber die Maßnahmen müssen so umwelt- und einwohnerverträglich wie möglich geplant werden. Ansonsten konterkarieren sie ihren ursprünglichen Zweck: Den Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas. Die Verkehrswende gelingt uns unter dieser Prämisse im Bereich Hannover-Bielefeld auch mit einem trassennahen Ausbau. Außerdem muss das zuständige Bundesministerium seine Arbeit transparenter gestalten. Dies gelingt nicht, wenn Informationen nur preisgegeben werden, weil einzelne Bürger ihre Ansprüche aus dem Informationsfreiheitsgesetz durchsetzen. Das BMVI muss verlorenes Vertrauen zurückgewinnen. Mit der überfälligen Veröffentlichung des schriftlichen Planungsauftrages wäre ein erster Schritt in diese Richtung gemacht“, so Jörn Lohmann. „Für alle Beteiligten ist es ein wichtiger und informativer Austausch gewesen“, so Beermann abschließend. (pr/Fotos: pr)

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