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„Besser geht´s nicht“

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(Möllenbeck) Gleich zu Beginn der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Möllenbeck überbrachte die „Hausherrin“, Pastorin Ute Schulz, dem Kommando um Ortsbrandmeister Markus Dinter gute Nachrichten. Da einige der 51 Einsätze im vergangenen Jahr als Fehlalarme aufs Konto der kloster-eigenen Brandmeldeanlage gingen, entschloss man sich kurzerhand, die Feuerwehr als Aktion der Wiedergutmachung von den Stromkosten für die Versammlung zu befreien. Da die Heizung elektrisch betrieben wird, bedeutet das für die Feuerwehr eine enorme Ersparnis von rund 350 Euro. Geld, das man der Jugendarbeit zukommen lassen werde, so Dinter. Die Brandmeldeanlage wird übrigens in nächster Zeit modernisiert, so dass Fehlalarmierungen im Kloster künftig der Vergangenheit angehören dürften.

Von links: Lucie Klemme, Niklas Gregor, Kai-Uwe Herchenröder und Markus Dinter.

Die rekordverdächtig hohe Zahl von 51 Einsätzen teilte sich laut Jahresbericht in acht Brandeinsätze, 16 Hilfeleistungs- und 13 Gefahrguteinsätze, sowie sechs Brandsicherheitswachen, sieben Fehlalarme sowie eine Alarmübung auf. Einer der größten Alarmierungen fand im Juni statt, als es darum ging, unter großem personellen und materiellen Einsatz das Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Kohlenstädt zu bekämpfen. Auch der Gefahrguteinsatz am Amtsgericht Rinteln, bei dem ein verdächtiges, grünes Pulver gefunden wurde, hat es wohl in nahezu jeden Jahresrückblick geschafft. Am Ende entpuppte sich die Substanz als Kunststoffabrieb, doch die Erfahrung aus dem unfreiwilligen Training für solch ein Großschadenszenario bleibt den Einsatzkräften erhalten.

Daniela Eberwein (li.) und Melanie Schulz.

Auch wetterbedingte Einsätze rücken zunehmen in den Fokus der Feuerwehren. So hatte die Wehr aus dem Klosterdorf dank Orkan „Friederike“ im Januar 2018 alle Hände voll zu tun. Nachdem mehrere umgestürzte Bäume von Straßen geräumt worden waren, wartete ein sprichwörtlich „dicker Brocken“ auf die Einsatzkräfte. Eine 20 Meter hohe Tanne drohte, auf ein Wohnhaus an der Lemgoer Straße zu stürzen. Versuche, dem Nadelbaum in Schieflage mit Drehleiter und Hubrettungsbühne zu Leibe zu rücken, scheiterten an der großen Entfernung zur Straße. Erst mit dem zu Hilfe gezogenen THW samt Unterstützung durch die Höhenretter konnte der Baum am späten Abend sicher zu Fall gebracht werden. Weitere „Wetter-Notfälle“ warteten im Super-Sommer mit seiner langen Trockenperiode. Der Bitte vom Bauhof, bei der Bewässerung von Beeten und Bäumen zu Hilfe zu kommen, sei man gern nachgekommen, so Dinter.

Personell ist die Feuerwehr Möllenbeck mit insgesamt 303 Mitgliedern (davon 44 Aktive) gut aufgestellt und erhielt jetzt weitere Verstärkung. Aus den Reihen der Jugendfeuerwehr wurden Leonie Handler, Lucie Klemme, Niklas Gregor und Robin Hoeppener in die Einsatzabteilung übernommen. Zu Oberfeuerwehrmann/-frau wurden Theresa Weiß, Sascha Mersch, Luis Bartram und Hendrik Schildmann befördert. Hauptfeuerwehrmann ist ab sofort Kai Brömmer und die Beförderung zur 1. Hauptfeuerwehrfrau erhielten Melanie Schulz und Daniela Eberwein.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Melanie Schulz und Nils Begemann geehrt, sowie für 30 Jahre Tim Schnare. Und stolze 40 Jahre aktiv „dabei“ sind Ralf Klemme und Friedrich Peterding.

Von links: Sascha Mersch, Luis Bartram, Theresa Weiß, Hendrik Schildmann.

Im neuen Jahr blickt die Feuerwehr Möllenbeck freudig auf zahlreiche Ereignisse im Terminkalender. Darunter zählt der 13. Kuppelcontest am 11. Mai, sowie natürlich die Teilnahme der überaus erfolgreichen Jugendfeuerwehr an der Weltmeisterschaft im internationalen Wettbewerb nach CTIF in Martigny (Schweiz). Das sei, so Dinter im Jahresbericht, sei für eine kleine Ortsfeuerwehr aus dem beschaulichen Rinteln ein großartiger Erfolg. Man könne auch sagen: „Besser geht´s nicht!“

Von links: Nils Begemann, Tim Schnare, Melanie Schulz.

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