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„Birdwatch“-Exkursion im Vogelbiotop

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(Hohenrode) Gleich zu Beginn der Exkursion anlässlich des „Birdwatch“-Wochenendes Anfang Oktober ließ sich der Seeadler blicken, der kreisend über dem Hohenroder Naturschutzgebiet die Exkursions-Gäste begrüßte. Britta Raabe, ehrenamtlich beim NABU Rinteln aktiv, beginnt die Führung auf dem Besucherparkplatz und steuert kurz darauf die Dieter-Eggersmann-Beobachtungshütte an, wo sie anhand des Übersichtsplans die Entstehung des Geländes verdeutlicht und auf die Besonderheiten hinweist: „Dank des Schubschiffes von AHE Schaumburger Weserkies wurde der abgebaute Kies über den Wasserweg nach Engern zum Kiesweg transportiert und nicht von LKW abgefahren“, erklärt sie.

In der Hütte findet man praktische Sichtfenster vor, durch die man die Vogelwelt auf der vorgelagerten Insel beobachten kann – ohne diese zu stören. „Da die menschliche Silhouette nicht sichtbar ist, werden die Vögel nicht aufgescheucht“, ergänzt sie. Da der Seeadler seine Runde über der Auenlandschaft gedreht hat, waren alle Gänse und verschiedene Entenarten wie Schnatter- und Pfeifenten von der Insel verschwunden. Gesichtet wurde der Seeadler indes am gegenüberliegenden Ufer.

Weiter geht es im Anschluss entlang des westlich gelegenen Sees zu den Lichtteichen, wo die Exkursionsgruppe Halt macht. Ein mobiler Weidezaun wurde entlang des Weges aufgestellt, da momentan Schafe die Vegetation jenseits des Wegs kurzhalten. „Wir müssten sonst selber Hand anlegen“, so Raabe. Dies ist Teil eines ausgeklügelten und aufwändigen extensiven Beweidungsmanagements, das insbesondere für Insekten und Wiesenvögel von großer Bedeutung ist: Feldlerche & Co. können in Ruhe ihre Jungen großziehen, während die Wildpflanzen mit ihren Blütenständen den Insekten Nahrung bieten.

Am Stichweg angekommen, halten die interessierten Ausschau nach den weiteren Landschaftspflegern, welche die wie ein Mosaik angelegten Weideflächen des NABU strukturieren und für Vertritt wie Dynamik sorgen: Am Ende des Weges grasen Galloways und Esel, die das Gelände offen halten und insbesondere davor bewahren, dass diese mit Weiden und anderen Pflanzen zunehmen verbuschen würden. Vom Aussichtsturm aus gibt es ebenfalls viel zu entdecken, wie beispielsweise Kormorane am Fuß der Schotterinsel und umherfliegende Silberreiher, welche über der herbstlichen Auenlandschaft kreisen. (pr/Fotos: NABU/K.Büscher)

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