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Bis zu 200 LKW-Ladungen Schlamm müssen aus der Graft gebaggert werden

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Der Ortsrat wird neben vielen anderen Tagesordnungspunkten in seiner Sitzung am kommenden Montag auch über die Entschlammung der Graft mit ihren rund 4.000 Quadratmetern Wasserfläche beraten.

Äste, Bäume, Blätter und andere Stoffe haben sich im Laufe der Jahre auf dem Grund angesammelt, sind verschlammt und sollen entfernt werden. Der Bauhof plant, die notwendigen Arbeiten auszuschreiben und hat bei einer Besichtigung festgestellt, dass schätzungsweise bis zu 2.000 Kubikmeter Schlamm anfallen werden, die in wasserdichten LKW-Mulden abtransportiert werden müssen. Zur Vorgehensweise: Mit einer Raupe soll der Schlamm zur Verladestelle geschoben und dann per Bagger verladen werden. Laut Beschlussvorlage gestaltet sich das möglichst horizontale Abstellen der LKW aufgrund der Topografie im Blumenwall als „äußerst schwierig“. Neben einem Platz zum Verladen am Ufer der Graft benötigen die Lastwagen auch ein Zufahrtsmöglichkeit. „All das wird zu erheblichen Flurschäden im Blumenwall führen“, schreibt dazu die Stadtverwaltung.

Laub, Äste, Holz und allerlei andere Gegenstände haben zur Verschlammung der Graft geführt. Auf rund 2.000 Kubikmeter Schlamm wird die Menge geschätzt, die ausgebaggert werden muss.

Damit der Blumenwall durch den LKW-Verkehr nicht zur zerfurchten Kraterlandschaft wird, ist als Alternative eine Verladung von der Straße „Auf der Kunterschaft“ am Eingang zum Blumenwall möglich. Hierzu muss jedoch das vorhandene Geländer entfernt, sowie ein „Haselgebüsch“ sowie ein „zweistämmiger Sämlingsahorn“ im Uferbereich gefällt werden. Hier ließe sich der Arbeitsraum einfacher herstellen, heißt es. Flurschäden im Blumenwall können erheblich reduziert werden, daher schlägt man seitens des Bauhofs diese Variante vor. Nach der Entschlammung soll ein Ersatz für den gefällten Ahornbaum gepflanzt werden.

Hinten im Bild zu sehen: Die Stelle, an der die LKW laut Beschlussvorschlag beladen werden könnten.

Fest steht auf jeden Fall, das die Entschlammung ein Projekt von längerer Dauer wird. Wie Bauhof-Leiter Klaus-Ulrich Hartmann auf Nachfrage mitteilt, können die LKW zum Abtransport höchstens zu zwei Dritteln ihrer Kapazität beladen werden, sonst schwappt die zähflüssige Ladung es in Kurven und beim Anfahren sowie Abbremsen in alle Richtungen und läuft über die Ladefläche nach außen. Geschätzte 150 bis 200 LKW-Ladungen, so heißt es, werden es wohl werden. Die Arbeiten sind nach derzeitigem Stand der Dinge für den Herbst vorgesehen – sofern der Ortsrat grünes Licht gibt. Die letzte Entschlammungs-Aktion der Graft, so Hartmann abschließend, liegt übrigens gute 30 Jahre zurück.

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