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Bitte Platz nehmen auf den „Smiley-Sitzen“: Vorgezogene Jahreshauptversammlung des Stadtmarketingvereins „Pro Rinteln“

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(Rinteln) In der Jakobi-Kirche konnten die Mitglieder von „Pro Rinteln“ unter Hygieneauflagen Platz nehmen: „Aber nur auf den Sitzen mit einem Smiley“, hieß es bereits am Eingang.

Für den ersten Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins „Pro Rinteln“, Thomas Gieselmann, war die vorgezogene Jahreshauptversammlung eine gute Gelegenheit, die strategische Ausrichtung des Vereins und die Aktivitäten für das laufende und kommende Jahr vorzustellen. Auch die Trennung des Vereins von Stadtmanagerin Ricarda Mohr war Gieselmann ein kurzes Statement Wert: „Die Aufgaben wurden aufgeteilt auf Christiane Hoffmann und Kathi Steding!“

Pro-Rinteln-Vorsitzender Thomas Gieselmann berichtet über die Aktivitäten des Stadtmarketingvereins.

Das zentrale Thema des letzten Jahres war für die Einzelhändler Corona. Ständig wechselnde Einschränkungen in Abhängigkeit von Inzidenzzahlen machten es dem Handel schwer, einen geregelten Verkauf zu organisieren. Das Projekt „Modellkommune Rinteln“ sei zuletzt daran gescheitert, dass es immer wieder neue und für die Betriebe belastende Anforderungen gegeben habe. Heute sei man froh darüber, dass man sich letztlich entschlossen habe, nicht weiter daran zu arbeiten.

Claudia Döpke wurde zur zweiten Vorsitzenden von „Pro Rinteln“ wiedergewählt.

Als einen der Schwerpunkte der Versammlung wertete Gieselmann die Vorstellung der erfolgreichen Projekte, darunter der „Schaumburg 5er“, das Stadtmagazin „Wir sind Rinteln“, Radlerservice oder Weserbrückenbeleuchtung. Auch die bewährten Patenschaften für Pflanzbeete, die Giebelbeleuchtungen und Weihnachtsbeleuchtung, das Programm „KulTour“ oder das beliebte Weihnachtsgewinnspiel seien Aktionen, an denen sich der Stadtmarketingverein seit Jahren beteiligt und zum Teil auch alleinverantwortlich organisiert.

Geschäftsführer Dirk Ackmann lobte die Zahlungsmoral trotz angespannter Situation: Alle Mitglieder hätten ihre Mitgliedsbeiträge „ohne Murren bezahlt.“

Größter Kritikpunkt innerhalb der Mitgliederschaft des Vereins sei die Kombination Stadtmarketing und Draisine. Die Saison lasse sich in kurzen Worten zusammenfassen: „Bisher keine Fahrt!“ Für 2021 stehen die Fahrraddraisinen jetzt jedoch in Lauerstellung auf die geplante Öffnung der Strecke. Der Bahnhof ist vorbereitet, die Strecke gepflegt und instand gesetzt, das Marketing angelaufen. Saisonstart soll der 2. Juni sein. Demnächst soll eine Musterdraisine im Marktkauf als Werbeträger aufgestellt werden und bei „Tag der Niedersachsen“ in Hannover ist ebenfalls eine Draisine mit dabei und wirbt für die attraktive Strecke zwischen Rinteln und Alverdissen.

Thomas Gieselmann (re.) dankte Jochen Siekmann (li.) für seine Arbeit als Beisitzer für die Bereiche Sport und Gesundheit.

Und die Draisine fährt dank des Partners „VBE“ eine „schwarze Null“ ein, freute sich Geschäftsführer Dirk Ackmann, der ein dickes Dankeschön an alle Mitglieder aussprach: „Alle haben – trotz der angespannten Situation im letzten Jahr – ihre Mitgliedsbeiträge ohne Murren bezahlt!“ Ackmann bilanzierte aus Finanzsicht das vergangene Jahr und hier konnte der Verein trotz sinkender Einnahmen einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Beliebt sind die „SHG 5er“, von denen allerdings so viele in Jackett-Taschen oder Handtaschen schlummern, dass sich das mit 53.715 Euro in der Bilanz des Vereins niederschlägt. Ein fettes Minus macht die Weihnachtsbeleuchtung mit 16.000 Euro: „Aber wenn man in der Weihnachtszeit man durch die Stadt geht sieht man, dass das gut angelegtes Geld ist!“ Bei den anstehenden Wahlen wurde Claudia Döpke als zweite Vorsitzende wiedergewählt. Im erweiterten Vorstand ist weiterhin Stephan Kehlenbeck als Zuständiger für Tourismus und Gastronomie, für die Verwaltung sitzt Bürgermeister Thomas Priemer bei und für den Bereich Sport und Gesundheit übernimmt Susanne Steinbeck den Posten von Jochen Siekmann.

Von links: Thomas Gieselmann, Claudia Döpke, Dirk Ackmann.

In der Saison 2021/2022 soll wieder richtig durchgestartet werden. Sofern möglich, sollen verkaufsoffene Sonntage wieder für viel Kundenfrequenz sorgen, die Samstagsaktionen werden ausgeweitet und es wird „Ad hoc“ Maßnahmen zur Innenstadtbelebung im Zusammenspiel mit der Verwaltung geben. Neue Mitglieder für den Verein sollen aktiv beworben werden und der Doktorsee-Express wird künftig nach Fahrplan mehrere Stationen in der Stadt anlaufen und auch durch gesperrte Straßen fahren.

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