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Brandschutzüberprüfung in öffentlichen Gebäuden: Eine (teure) Mammutaufgabe

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In 18 Einrichtungen, vorrangig Schulen, Kitas und Mehrzweckhallen, hat die Stadt Rinteln zusammen mit dem Brandschutzbeauftragten des Landkreises Schaumburg Brandschutzbegehungen durchgeführt. Dies ging auf einen Antrag der CDU-Fraktion aus dem Februar zurück, in dem die Frage in den Raum gestellt worden war, inwiefern Bedenken zum ordnungsgemäßen Brandschutz in städtischen Gebäuden bestehen und ob Handlungsbedarf vorhanden ist.

Bei den Objekten handelt es sich um:

Grundschule Nord, Kindertagestätte Klabauternest, Grundschule Süd, Krippe Wichtelburg, Nikolai-Kindergarten, Grundschule Exten, Kita Exten, Grundschule Krankenhagen, Kindertagesstätte Krankenhagen, Grundschule Deckbergen, Kindergarten Deckbergen, Mehrzweckhalle Engern, Kinderhort Engern, Mehrzweckhalle Todenmann, Mehrzweckhalle Hohenrode, Kindertagesstätte Hohenrode, Waldkindergarten Strücken, Kindertagestätte Steinbergen

In weiteren Objekten sind bereits Begehungen vereinbart. Die Protokolle und Ergebnisse liegen noch nicht alle vor, sie sollen im Protokoll zur jüngsten Bauausschuss-Sitzung nachgereicht werden. Wie in der Beschlussvorlage der Verwaltung angegeben wird, ist aus den bereits vorliegenden Protokollen des Brandschutzbeauftragten ersichtlich, dass bei „vielen Objekten konkreter Handlungsbedarf“ besteht. Das Hinzuziehen von Sachverständigen, Fachplanern und die Bereitstellung von Haushaltsmitteln sei erforderlich, um die Mängel Zug um Zug abzuarbeiten. Fürs Familienzentrum, die Rathausgebäude in der Klosterstraße 19 und 20, das Museum Eulenburg mit Bücherei und Musikschule, das Kinderschutzbund-Haus und das Bürgerhaus am Marktplatz würden ebenfalls gerade Angebote von Brandschutzsachverständigen eingeholt.

Ein Beispiel für bereits durchgeführte Maßnahmen: Die neue Fluchttreppe als Rettungsweg an der Grundschule Nord.

Wie der Sachdarstellung weiter zu entnehmen ist, wurde im Museum, der Wichtelburg und der Musikschule die Brandmeldeanlage durch einen Sachverständigen geprüft. Die beanstandeten Mängel werden zur Zeit abgearbeitet. Bei der Grundschule Nord wurden Mängel an der Elektroinstallation und den Brandschottungen festgestellt und ebenfalls zur Zeit beseitigt. Ebenso ist eine Treppe für den zweiten Rettungsweg aus dem Obergeschoss des Südflügels angebaut worden. Im Ratskeller ist die Alarmierungsanlage, ein Umbau der Küche, die Erneuerung der Unterverteilung und die Herstellung eines zweiten Rettungswegs Gegenstand der Arbeiten gewesen. Nach Austausch der Brandmelder wird ein Sachverständiger eine Abnahme durchführen.

28 Blitzschutzanlagen an städtischen Gebäuden werden ebenfalls bis Mitte des Jahres überprüft und ausgebessert. In der Grundschule Exten ist die Fertigstellung der Rettungswegbeleuchtung und die Alarmierungsanlage für dieses Jahr in der Bearbeitung. Ein großer Maßnahmenkatalog also, den es abzuarbeiten gilt. Das kostet Zeit – und Geld. „Insgesamt“, so heißt es in der Sachdarstellung „ist mit einem kurzfristigen als auch zukünftigen, erheblichen Investitions- und Sanierungsbedarf zu rechnen.

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