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Brennholz- und Bauernmarkt: Besucher genießen Mega-Wetter am Samstag und trotzen dem Nieselregen am Sonntag

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(Rinteln) Verkehrte (Wetter-)Welt in der Weserstadt. Da freuen sich Besucher und Aussteller auf den Beginn der Marktsaison mit dem Brennholz- und Bauernmarkt, Häppchen-Schnäppchenmarkt und verkaufsoffenem Sonntag und der Wettergott dankt es mit Nieselregen und Niederschlag am Sonntag.

Am Tag zuvor, dem Samstag, rieb sich so mancher verwundert die Augen: Bestes Postkartenwetter mit blauem Himmel, Wölkchen wie aus dem Bildbearbeitungsprogramm und toller Atmosphäre. Die Besucher nahmen es offensichtlich mit einer Prise Gelassenheit und Humor, da die Rintelner Innenstadt an beiden Tagen stark frequentiert war.

Am Samstag wurden Marktbesucher mit feinstem Wetter verwöhnt.

Und so sehr der Frühling am Samstag auch an die Tür geklopft hat – der Sonntag erinnerte mit seinem grauen, nasskalten Kleid daran dass es trotz vielerorts bereits erwachter Blüten und Blumen eben noch Winter ist. Gut gelaunt und wetterfest gekleidet tummelten sich Einheimische und Gäste an den Ständen und Verzehrbuden am Marktplatz und der Weserstraße.

Bei Falk Giese blubberte leckerer Gulascheintopf über einem rustikalen Holzfeuer.

Bauer Giese servierte neben den bekannten Köstlichkeiten vom Grill auch Gulasch aus dem gusseisernen Topf, von der offenen Flamme geküsst und mit einer Brise rustikalen Raucharomas veredelt. Auf der anderen Marktplatzseite brutzelte das Team von Kampmeiers Hofladen Leckeres vom Grill.

Video: Der Rintelner Brennholz- und Bauernmarkt 2023 in 32 Sekunden

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Bereits eingangs der Fußgängerzone, gegenüber „Betten Maack“, buhlten zahlreiche Fleischspezialitäten vom Galloway-Rind um die Gunst der Kunden. Bei Fleischerei Matzeik aus Eisbergen kam die Wurst entweder auf den Grill oder in die Einkaufstüte zum Mitnehmen.

Hartmut Hakenbeck hatte neben frischen Backwaren auch einen flotten Spruch für seine Kunden parat.

Natürlich durfte auch das Thema Holz in allen Variationen nicht fehlen. Eindrucksvolle und kräftige Geräte zum Spalten und Sägen wurden ebenso gezeigt wie das namensgebende Brennholz. So manchem dürfte allerdings beim Anblick auf die stark gestiegenen Verkaufspreise schon von ganz allein warm ums Herz und den Geldbeutel geworden sein. Da lohnt sich Sparen an anderer Stelle, zum Beispiel beim Strom.

Mehr braucht es nicht, um in die eigene, kleine Stromerzeugung einzusteigen: Wilhelm Zimmermann zeigt die Bestandteile eines Balkonkraftwerks.

Wilhelm Zimmermann aus Lemgo vertreibt Solaranlagen fürs Dach oder – aktuell der Verkaufsschlager – Balkonkraftwerke. Diese bestehen aus zwei Solarpanels, jeweils 1,10 x 1,75 Meter groß, einem Wechselrichter und etwas Kabel. Im Nu ist so eine kleine Solaranlage im Selbstbau montiert und installiert und liefert mit derzeit 600 Watt zumindest einen Teil des täglichen Bedarfs.

Komplizierte Genehmigungsverfahren gehören der Vergangenheit an. Eine Mitteilung beim Energieversorger genügt laut Zimmermann und die knapp 700 Euro teure Investition beginnt, sich zu amortisieren. Eigenen Angaben zufolge konnte sich das Standpersonal vor Anfragen kaum retten. Die Infobroschüren waren am ersten Tag vergriffen, so groß war das Interesse an den „Do-it-yourself“-Stromerzeugern.

Thorsten Jenz (li.) und Florian Werner von „Heim & Haus“ zeigen Maßnahmen zur Verbesserung von Einbruchschutz und Energieeffizienz an den eigenen vier Wänden.

Neben der eigenen Stromproduktion empfiehlt sich auch immer ein Blick in die Kategorie „Bautechnik“. Am Stand von „Heim & Haus“ zeigten Thorsten Jenz und Florian Werner Systeme zur Überdachung, Beschattung und Energieeinsparung. Die richtigen Fenster- und Rollädensysteme können einen erheblichen Teil dazu leisten, der Wärme im Sommer die rote Karte zu zeigen und sie im Winter drinnen zu behalten. Und mit einer passenden Markise oder Terrassenüberdachung lässt sich die Freiluftsaison um einige Wochen verlängern.

Forstwirt Kai Gerulat sägte sich mit seinen Kunstwerken erneut in die Herzen der Besucher.

Zurück zum Holz: Man kann es verfeuern oder auch dekorativ verzieren. Das stellte ein weiteres Mal Forstwirt Kai Gerulat auf der Marktplatzbühne unter Beweis. Am Samstag informierte an dieser Stelle ein Hinweisschild der Stadt auf die kurzfristige Programmänderung und die Sägen blieben stumm. Eine Marktbesucherin kommentierte ironisch, die Stille auf dem Brennholzmarkt sei ungewöhnlich.

Wer das Geräusch der Kettensägen vermisste, kam am Sonntag auf seine Kosten. Hier schwang der Motorsägenkünstler das Forstgerät gekonnt wie kaum ein anderer und zauberte mit unzähligen Schnitten und Bewegungen die tollsten Figuren und Skulpturen aus dem nachwachsenden Rohstoff.

Dabei ging er mit chirurgischer Präzision zu Werke und schnitzte mit viel Liebe zum Detail Eichhörnchen, Vogelhäuser, Fische mitsamt einzelner Schüppchen und Eulen aus Holz. Dass dabei auch mal eine Motorsägenkette zu Bruch gehen kann, stört den Könner nicht: Er hat reichlich Ersatz im Gepäck mitgebracht. (vu)

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