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Bürgerhaus Krankenhagen: Spatenstich mit Sicherheitsabstand

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(Krankenhagen) Was lange währt, wird endlich gut: Heute fand im Rintelner Ortsteil Krankenhagen ein symbolischer Spatenstich zum Neubau des Gebäudekomplexes am Kirchanger statt. Auf rund 4.000 Quadratmetern Grundstücksfläche des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes entsteht das neue Bürgerhaus, Feuerwehrgerätehaus und eine Arztpraxis.

Die Stadt Rinteln geht dabei nicht unerheblich in Vorleistung, wie Bürgermeister Thomas Priemer mit Vertretern von Politik und Feuerwehr vor Ort erklärte. Es sei nicht selbstverständlich, dass eine Kommune Geld in die Hand nehme und nach Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) und niedergelassenen Ärzten in Eigenregie eine 140 m² große Praxis errichte: „Das Vorhaben hat Wellen bis ins niedersächsische Sozialministerium geschlagen. Ich hoffe, dass es uns gelingt, einen Arzt mit Sprechstunde hier anzusiedeln.“

Das Bauprojekt wird insgesamt rund 2,7 Millionen Euro kosten, davon entfallen etwa 1,2 Millionen auf den Feuerwehrbau, circa 1,1 Millionen aufs Bürgerhaus und 470.000 Euro für die Praxis. Die Höhe der Fördermittel beträgt 450.000 Euro fürs Bürgerhaus und 233.000 Euro für die Arztpraxis.

Stadt baut Arztpraxis zur Verbesserung der medizinischen Versorgung

Foto, von links: Achim Wächter (Ortsbrandmeister Krankenhagen), Gunnar Hoppe (stv. Ortsbrandmeister der Feuerwehr Krankenhagen), Thomas Priemer (Bürgermeister der Stadt Rinteln), Gerald Sümenicht (Ortsbürgermeister Krankenhagen), Stefan Eggert-Edeler (Baudezernent), Jürgen Brand (stellvertretender Ortsbürgermeister)

Das Gebäude mit einem Volumen von ca. 4.800 Kubikmetern wird in barrierefreier Massivbauweise mit gedämmten Ziegeln von der Firma Alfons Schmidt KG aus Steyerberg gebaut. Als eine der Bedingungen, damit Fördermittel fließen, wurden Fenster aus heimischem Holz genannt. Unter anderem die strengen Anforderungen und die lange Bearbeitungszeit waren mit ein Grund dafür, dass es erst jetzt mit dem Bau losgehen kann. Ein Start, bevor alle Förderbescheide auf dem Tisch liegen, hätte möglicherweise die Streichung von Fördergeldern zur Folge gehabt. Dafür, dass sich der Gebäudekomplex gut ins Dorfbild einfügt, trägt auch die Dachkonstruktion mit Pfettendach und klassischen Dachziegeln Rechnung.

Das Bürgerhaus (300 m² Grundfläche) wird über abtrennbare Saalräume mit 52 und 78 Quadratmetern Fläche verfügen (insgesamt rund 130 m²). Zusammen mit dem 21 m² großen Vereinsraum ergeben sich verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Die Feuerwehr erhält zwei Fahrzeugstellplätze inklusive Abgasabsaugung und 19 Alarmparkplätzen für die Einsatzkräfte.

Auch an den Artenschutz wurde bei der Planung gedacht: In den Verkleidungen der Dachüberstände werden sich Nisthilfen für Zwergfledermäuse befinden und Schwalbenhotels sollen auf unbebauten Grundstücksteilen errichtet werden.

Dank vom Bürgermeister gab es für Vereine und die Feuerwehr für die Unterstützung und Geduld, sowie für die Volksbank in Schaumburg für die faire Lösung in Sachen Grundstückserwerb. Erleichtert zeigte sich auch Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht, dass die nunmehr achtjährigen Planungen endlich in einer Umsetzung gipfeln.

„Trotz Corona geht es weiter“, so die Botschaft beim Spatenstich mit Sicherheitsabstand. Das Ende der Bauarbeiten ist für den Sommer 2021 vorgesehen. (vu)

 

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