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Bürgerinitiative fragt zum Thema Schulstandort: „Leerstand in Steinbergen, Platzmangel in Deckbergen. Muss das so sein?“

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Mit großer Besorgnis schaut die Bürgerinitiative Schule in Steinbergen (BISIS) auf die derzeitige Beschulung Steinberger Kinder im Gebäude der Grundschule in Deckbergen. In einer Pressemitteilung schreibt die Initiative: „Die Viertklässler wurden in einer kurzfristig anberaumten Maßnahme von Steinbergen nach Deckbergen umgesiedelt und werden nun dort in der Schülerbücherei unterrichtet. Jetzt haben alle Kinder der Schule keine Bücherei mehr und die Klasse 4c keinen angemessen Klassenraum. Auch die Betreuung der Kinder während der Zeiten der Verlässlichen Grundschule wurde wegen des Raummangels stark eingeschränkt“.

In einer Mitteilung an die Eltern heißt es seitens der Schulleitung, dass aufgrund der unveränderten räumlichen Situation und den Witterungsverhältnissen um diese Jahreszeit das Betreuungskonzept verändert werden müsse und der Förder- und Forderunterricht in der bisherigen Form entfalle. Weiterhin würde es für die Kinder der 3. und 4. Klassen, die für die verlässliche Grundschule angemeldet seien oder mit dem Bus nach Hause fahren, eine selbständige Lernzeit in der Zeit von 12:30 bis 13:00 Uhr geben. In dieser selbständigen Arbeitsphase hätten die Kinder die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu beginnen oder Inhalte zu beenden, die sie im regulären Unterricht nicht geschafft hätten. Dabei, so heißt es von Seiten der Schulleitung weiter, würde der Fokus auf die Eigenständigkeit der Kinder gelegt, die auf den weiterführenden Schulen vorausgesetzt werde und somit auch schon in der Grundschule gefördert werden könne.

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Die Grundschule in Steinbergen (Archivfoto).

Seitens der Bürgerinitiative fragt man sich jetzt, warum dieses hausgemachte Problem nicht behoben werde: „In unserer familien- und damit auch kinderfreundlichen Stadt sollte doch das Wohl der Kinder einen hohen Stellenwert haben. Warum steht in Steinbergen seit Beginn des Schuljahres das Schulgebäude mit vier ausgestatteten Klassenräumen leer? Warum kümmert sich von Seiten der Stadt Rinteln niemand um diesen Missstand?“

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Die Grundschule in Deckbergen (Archivfoto).

Die Bürgerinitiative Schule in Steinbergen fordert, dass der Schulbetrieb in Steinbergen wieder aufgenommen wird, um den Steinberger Kindern (gern auch Kindern aus anderen Ortsteilen) eine angemessene Beschulung zu ermöglichen. Dem Wunsch der Steinberger nach einer Grundschule im Ort soll durch eine Unterschriftenaktion Nachdruck verliehen werden. Bereits über 250 Bürger haben sich demnach für einen Fortbestand der Schule in Steinbergen und eine dauerhafte Beschulung der Kinder in Steinbergen ausgesprochen. Abschließend fragt die BISIS: „Die Stadt Rinteln hat sich bisher immer zum Grundschulstandort Steinbergen bekannt – warum also unternimmt die Stadt nichts?“

Weitere Informationen zur Bürgerinitiative gibt es im Netz unter www.schule-in-steinbergen.jimdo.com.

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