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CDU und Doris Neuhäuser: Mobile Impfteams sollen Senioren in Rintelner Ortsteilen impfen

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(Rinteln) In einem gemeinsamen Brief an Bürgermeister Thomas Priemer regt der CDU-Fraktionsvorsitzende Veit Rauch gemeinsam mit der Bürgermeisterkandidatin Doris Neuhäuser die Schaffung mobiler Covid19-Impfteams für Senioren in Rintelner Ortsteilen an. Dazu solle eine enge Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz erfolgen, die kreisweit mit mobilen Impfteams in Pflege- und Seniorenheimen unterwegs sind.

„Es liegt auf der Hand, dass bei der derzeit schlechten Anbindung der Rintelner Ortsteile an den öffentlichen Personennahverkehr und der nicht zeitlich planbaren Terminvergabe in einem Impfzentrum impfberechtigte Rintelner Seniorinnen und Senioren massive Probleme haben werden, das Impfzentrum zu erreichen“, so Rauch. Doris Neuhäuser ergänzt: „In jedem Rintelner Ortsteil stehen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen nach dem Vorbild des Landkreises Cloppenburg ein mobiles Impfteam, etwa des DRK, Impfungen für Senioren vor Ort anbieten kann.“ Dies, so Neuhäuser weiter, wäre eine Lösung, „Impfschutz einfach, effektiv und bürgerfreundlich zu ermöglichen“, unabhängig von Transportmöglichkeiten durch Familie oder Freunde.

Hintergrund des Schreibens sind laut Rauch und Neuhäuser wiederholte Anfragen von Senioren an CDU-Fraktionsmitglieder. Diese sollen sich nach der aktuellen Vorgehensweise einen Impftermin über die Hotline oder die Online-Plattform des Landes Niedersachsen geben lassen. Wie bereits berichtet wurde, war die Telefonleitung dem großen Andrang zunächst nicht gewachsen, die Termine auf Internetseite waren in kurzer Zeit vergeben.

Viele der älteren Mitbürger die noch zu Hause und nicht im Pflegeheim wohnen, so Rauch und Neuhäuser weiter, seien damit überfordert, sich online einen Impftermin geben zu lassen: „Verstärkend kommt hinzu, dass unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mitunter ein großes Problem haben das Impfzentrum in Stadthagen überhaupt zu erreichen. Nicht alle besitzen im fortgeschrittenen Alter noch ein Kraftfahrzeug. Sie sind somit im Einzelfall auf die Mithilfe, soweit vorhanden, ihrer Kinder, Verwandten und Nachbarn angewiesen.“

Als schlechteste Variante sehen es beide an, wenn sich die Senioren in einen vollbesetzten Bus setzen müssten, um zum Impfzentrum nach Stadthagen zu gelangen. Dies könne sich als hochriskant erweisen.

Zwar könnte zu diesem Zweck ein Taxi bestellt werden, es dürfe aus CDU-Sicht „auf keinen Fall zu einer Frage der Rentenhöhe werden, ob jemand risikofrei nach Stadthagen zum Impfzentrum kommt.“

Rauch und Neuhäuser berufen sich bei ihren Überlegungen auf den Landkreis Cloppenburg, wo ein System der dezentralen Impfung an verschiedenen Orten und wohnortnah erfolgreich umgesetzt werde. Dabei ist beiden klar, dass die Umsetzung erst möglich sei, sobald ausreichend Impfstoff vor Ort verfügbar sei. Sie bitten daher um Kontaktaufnahme zu Landrat Jörg Farr und den Bürgermeistern der Region, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen, da eine ähnliche Problemstellung in der gesamten Region zu erwarten sei: „Rinteln und die weiteren Kommunen unserer Region dürfen keinesfalls als vermeintlich ´bürgerunfreundliche´ Kommunen unsere Seniorinnen und Senioren mit ihren Sorgen und Nöten und der aktuellen Impfsituation alleine lassen.“

Nachtrag: In einer Antwort äußerte sich Bürgermeister Thomas Priemer bereits am 3. Februar zum Antrag: „Die hier geforderte Verfahrensweise ist schon mit dem Landrat Herrn Farr anlässlich der Bürgermeisterkonferenz am 22.01.2021 besprochen worden. Der Landkreis Cloppenburg führt die beschriebene Impfverfahrensweise im Rahmen eines Pilotprojektes mit seinen Städten und Gemeinden durch. Ob und inwieweit Erkenntnisse für ein beschleunigtes Impfverfahren vorliegen werden, bleibt zunächst abzuwarten. Vieles ist davon abhängig, dass ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, der dann bestenfalls gleichermaßen und gleichzeitig an alle impfbereiten Menschen verabreicht werden kann. Ich habe mit Herrn Landrat Farr über die Möglichkeiten für eine dezentrale Impfung vor Ort gesprochen. Dieser Vorschlag wird ebenso wie andere denkbare Alternativen vom Landkreis geprüft und mit dem Land weiter diskutiert.“

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