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CDU und Doris Neuhäuser fordern: „Rinteln muss in die Leerstandsoffensive“

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(Rinteln) Die CDU und die parteilose Bürgermeisterkandidatin Doris Neuhäuser fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Verwaltung dazu auf, mit einer Offensive gegen den Leerstand von Geschäften vorzugehen. Dazu zählt Doris Neuhäuser auf: „Die äußerst schöne, historische Innenstadt hat in den letzten Jahren viele inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte verloren, so etwas Modehaus Rumke, Parfümerie Bianca, Modehaus Beckmann, das Sporthaus Fischer, das Haushaltswarengeschäft Scheffler, die Boutique Instyle man and women mit zwei Läden und die Gerry Weber Boutique.“

Diese Entwicklung werde möglicherweise durch die Corona-Pandemie, veränderte Einkaufsgewohnheiten, den Internethandel und der Ansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben außerhalb der Innenstadt verstärkt und der gewachsene Rintelner Einzelhandel in seiner Existenz bedroht, so Neuhäuser weiter. Hinzu komme, dass in der „guten Stube“ Rintelns, dem Marktplatz, kein Gastronomiebetrieb im historischen Ratskeller mehr vorhanden sei. „Durch ungenutzte Gewerbeflächen in der Innenstadt sinkt die Attraktivität derselben, darum muss verhindert werden, dass hier eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird“, so die Bürgermeisterkandidatin weiter.

Blick in die Rintelner Fußgängerzone von der Klosterstraße in die Weserstraße mit Richtung Weserbrücke, aufgenommen am 9. Februar 2021.

 

CDU und Neuhäuser wollen aktiv gegensteuern. Für die nächste Ratssitzung beantragt die CDU, dass die Verwaltung eine Förderrichtlinie zur Reduzierung des Leerstandes in der Stadt Rinteln erarbeitet. Mit dieser sollen in den Jahren 2021 und 2022 mit einem Fördervolumen von jeweils 200.000 Euro und unter Inanspruchnahme von Fördermitteln des Bundes oder Landes Ladenlokale durch die Eigentümer barrierefrei umgestaltet und modernisiert werden. Interessierte Nutzer aus Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen sollen laut Ansicht der CDU gewonnen werden, indem die Stadt entweder die Kaltmiete im ersten Jahr komplett übernimmt oder einen Ladenbauzuschuss gewährt. „Die Stadtverwaltung muss – gemeinsam mit Pro Rinteln – aktiv und offensiv gegen Leerstände vorgehen“, so die Forderung im Antrag.

„Natürlich ist immer Voraussetzung, dass ein wirtschaftlich geprüftes Konzept vorliegt oder sich der Eigentümer zur Vermietung verpflichtet“, ergänzt Rauch. Und Doris Neuhäuser führt fort: „Durch ein derartiges Programm erhalten neue Betriebe eine Starthilfe. Eigentümer erhalten einen wirtschaftlichen Anreiz, die Attraktivität ihrer Immobilie zu steigern und sich aktiver um eine Vermietung zu bemühen. Auch alteingesessene Läden profitieren von einer Verringerung des Leerstands und einer Ausweitung des Angebots, weil eine lebendige Innenstadt auch ihnen potentiell Kunden zuführt.“ Die Stadt müsse sich hier mit dem Stadtmarketingverein Pro Rinteln abstimmen, ist Rauch sicher: „Die Belebung der Innenstadt ist oberstes Ziel. Von ihr profitieren alle Rintelner gemeinsam.“ (pr)

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