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„Das ist meine Stadt“: Projekt JugendKomm soll Bildungswanderer mit Heimat verbinden

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Ausbildung, Studium, Praktikum: Mit dem Schulabschluss fängt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt, oft in einer neuen Stadt, an. Seitens der Stadt Rinteln hat man sich jetzt Gedanken darüber gemacht, wie man gemeinsam mit Jugendlichen und „Bildungswanderern“ einen Kommunikationsweg entwickeln kann, um mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie sogar wieder zurück zu holen. Indem sie an den attraktiven Lebens- und Arbeitsraum erinnert werden, soll jungen Menschen ein Berufseinstieg in ihrer Heimat erleichtert werden. Demografiebeauftragte Linda Mundhenke und Stadtjugendpfleger Sebastian Beck wollen das Projekt „JugendKomm“ im Rahmen einer Auftaktveranstaltung mit einer Live-Videokonferenz per Skype am 31. August ins Leben rufen. IGS-Schüler der Klassen 9 und 10 werden im Brückentorsaal sitzen, während sich 11. und 12. Klässler des Gymnasiums aus der dortigen Aula dazuschalten. Die Berufsbildenden Schulen steigen am 3. September ins Projekt mit ein.

Mundhenke und Beck verfolgen mit „JugendKomm“ noch weitere Ziele. So soll die Jugendbeteiligung an Entscheidungen in Rinteln wachsen. Durch Anregung, Mitgestaltung und Umsetzung von Entscheidungen in den politischen Gremien verstärkt sich das Zugehörigkeitsgefühl zu Rinteln, es wird „ihre“ Stadt. Die direkte Beteiligung an demokratischen Prozessen wächst ihr Interesse am Umfeld und der Identifikation mit der Stadt Rinteln. Das Interesse seitens der Jugend sei da, sagt Beck.

Das Projekt läuft zunächst für die Dauer eines Schuljahres, Abschlusspräsentation inklusive. Donnerstags nachmittags findet ein Treffen samt Informationsaustausch und Workshops verschiedener Referenten zu den Themen Marketing, Medienkompetenz und Jugendkommunikation statt. Darunter sind auch Gäste der Hochschule Weserbergland oder Mitglieder des Projekts „Heimvorteil HSK“, die über Erfahrungen einer ähnlichen, im Sauerland umgesetzten Maßnahme berichten. Stadtjugendpfleger Beck geht völlig ergebnisoffen an das neue Projekt heran. Ob die Kommunikation über Gruppen, soziale Netzwerke oder Apps erfolgen soll, sollen die Teilnehmer selbst entscheiden. Soll die Kommunikation nur konsumiert werden oder möchten sich die Jugendlichen selbst einbringen, Fragen stellen und beantworten? Allerdings: Bei Jugendlichen ist Facebook inzwischen „out“. Andere Netzwerke wie Instagram, Twitter oder Snapchat setzen wiederum andere Schwerpunkte. Über welchen Weg die künftige Kommunikation also laufen soll, steht noch in den Sternen. Spannend wird es in jedem Fall. Wie wird die Initiative bei den Jugendlichen angenommen? Und was liegt ihnen besonders am Herzen? Die (nahe) Zukunft wird es zeigen.

Von links: Praktikantin Verena Beerbohm, Demografiebeauftragte Linda Mundhenke, Stadtjugendpfleger Sebastian Beck

 

 

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