(Rinteln) Auf dem Stadtgebiet gibt es 17 Plätze für Altglas- und Altkleider-Sammelcontainer. Die zunehmende Vermüllung der Standorte war jetzt auch erneut Thema in der Politik. Bürgermeisterin Andrea Lange berichtete im Bauausschuss, dass der Dienstleister, mit dem die Stadt Rinteln noch bis zum 31. März 2026 einen Vertrag über die Leerung der Altkleiderbehälter geschlossen hat, auch für die Entsorgung des Bereichs um die Container zuständig ist.
Dies sei für jedoch nicht mehr zu leisten, da die Plätze ständig zur Entsorgung von Sperrmüll, Kühlschränken, Fahrrädern und Möbeln missbraucht würden. Auch tote Haustiere habe man dort schon gefunden, berichtete Lange. Der Bauhof kümmere sich „auf Zuruf“ um die vermüllten Bereiche. Bedeutet: Wird ein Sammelplatz als zugemüllt gemeldet, fahren die Bauhof-Mitarbeiter los und entsorgen den Abfall, den die Mitmenschen dort illegal abgeladen haben. Das ist naturgemäß kein Dauerzustand, das Problem ist allerdings auch keins, mit dem Rinteln allein dasteht. „Die Problematik der Vermüllung an Sammelplätzen herrscht auch in vielen anderen Kommunen“, so Lange. Über die Osterfeiertage muss es dem Vernehmen nach besonders schlimm gewesen sein: Der Bauhof hat den Müll entfernt, doch bereits über Nacht wurde neuer Unrat abgelegt.

Aufmerksame Leser kennen die Diskussionen, die regelmäßig in den sozialen Medien geführt werden. Auf ein Foto von vermüllten Sammelplätzen folgen meist Forderungen nach Kameraüberwachung. Diese sei jedoch aus Datenschutzgründen an diesen Orten nicht erlaubt, das betonte auch die Bürgermeisterin erneut und wies auch darauf hin, dass stark verschmutzte oder verschlissene Kleidung nicht in die Sammelcontainer gehöre, sondern entsorgt werden müsse, beispielsweise beim Wertstoffhof der AWS am Doktorseeweg.
Anthony Robert Lee zeigte sich unzufrieden mit den wenigen Möglichkeiten, außer einem Appell an die Bürger, die der Stadtverwaltung zum Handeln blieben. „Eine Kameraüberachtung scheidet in der Tat aus“, wiederholte Lange die Problematik, aber die Stadt arbeite an „alternativen Lösungen“, um die betroffenen Bereiche „besser im Auge zu behalten“. Welche das sind, blieb zunächst noch offen.
Dauerthema Müllentsorgung und Diskussionsbedarf bei den Öffnungszeiten des Recyclinghofes
Kay Steding (CDU) versuchte sich an einer Erklärung. Eine der Hauptursachen für die illegale Müllentsorgung seien die eingeschränkten Öffnungszeiten des Recyclinghofes in Rinteln. Zwar solle dies keine Entschuldigung für das Verhalten der Müllsünder sein, doch wenn sich Kühlschränke, Gefriertruhen oder Ölradiatoren nur mit großem zeitlichen Aufwand entsorgen ließen oder bis nach Nienstädt zur AWS transportiert werden müssten, müsse man sich nicht wundern, dass diese Dinge einfach so „im Wald“ landen, erklärte Steding sinngemäß. Kostengünstiger als den Bauhof ständig damit zu beschäftigen, sei es laut Steding, den Recyclinghof an fünf Nachmittagen in der Woche zu öffnen.
Beim Thema Öffnungszeiten rannte er offene Türen ein: Gespräche mit der AWS zu diesem Thema seien vorgesehen, betonte Lange. Ansonsten werde man die Bürger auf der städtischen Internetseite verstärkt mit Informationen über Entsorgungsmöglichkeiten und Öffnungszeiten informieren. Der Ortsrat habe sich bereits mit dem Thema befasst, da diese Situation „so nicht haltbar sei“, unterstrich Lange. Bei Schwierigkeiten oder Fragen zur Entsorgung gebe es eine Erreichbarkeit der Kommunen: „Uns kann man auch anrufen.“























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