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Der Kinderschutzbund Rinteln hat eine neue Bleibe gefunden

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(Rinteln) Den Abend des 9. Mai werden die Kinder und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes Rinteln so schnell nicht vergessen: Ein verheerendes Feuer im Obergeschoss des Gebäudes in der Klosterstraße zerstörte fast das gesamte Hab und Gut des Vereins und den Hort der Kinder.

Heute, nicht einmal 20 Tage nach dem Brand, konnten die Stadt Rinteln, der Landkreis und Kinderschutzbund-Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger die neue Bleibe auf Zeit vorstellen. Die Erleichtung ist allen Beteiligten deutlich anzusehen.

Von links: Erste Kreisrätin Andrea Stüdemann, Kinderschutzbund-Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger und Bürgermeisterin Andrea Lange.

Bereits an besagtem, schicksalshaften Samstagabend begann die Suche nach einer neuen Unterkunft, erklärte Bürgermeisterin Andrea Lange. Man sei geschockt gewesen, so die Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger bei einem spontan einberufenen Vor-Ort-Termin. Gleichzeitig sei eine Welle der Hilfsbereitschaft angerollt. Zwar könnten die Büroräume praktisch überall angemietet werden, doch der Hort brauchte ein geeignetes Zuhause. Das fand sich im nördlichen Teil der ehemaligen Hildburgschule in der Ostertorstraße.

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„Viele Familien sind nach dem Brand an dem Sonntag hingepilgert und haben sich das angeguckt. Das war für die Kinder schlimm.“

(Petra Rabbe-Hartinger, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Rinteln)


Die neuen Räume des Kinderschutzbundes befinden sich im hinteren, nördlichen Gebäudeteil des ehemaligen IGS-Schulgebäudes an der Ostertorstraße, mitten im Herzen der RIntelner Innenstadt.

Wie berichtet, hat der Eigentümer des Schulgebäudes – der Landkreis Schaumburg – die ehemalige IGS zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Aufgrund der veränderten Situation der Flüchtlingszahlen wird es jedoch zunächst nicht dafür benötigt, so die Erste Kreisrätin Andrea Stüdemann. Da kam die kürzlich erfolgte Fertigstellung wie gerufen, wie Stüdemann befand: „Eine Punktlandung“. Dank guter Zusammenarbeit untereinander wurde der zweigeschossige Anbau mit rund 300 Quadratmetern Fläche, in dem die ehemalige Mensa untergebracht war, recht zügig als neuer Übergangsstandort für den Kinderschutzbund Rinteln mitsamt Hort auserkoren. Der südliche Teil zur Ostertorstraße wird vorgehalten, falls doch noch Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung benötigt werden.

Man habe sich viele Objekte angesehen, sagte Petra Rabbe-Hartinger, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes. Viele hätten jedoch hohen Sanierungsbedarf gehabt, das hätte den Kinderschutzbund längere Zeit daran gehindert, seine Arbeit auszuüben.

Am 8. Juni geht es mit dem Betrieb los. Lediglich ein paar letzte Handgriffe und die Einrichtung müssen noch bewältigt werden. Die finanzielle Situation für den Kinderschutzbund bleibt die gleiche – die Stadt Rinteln übernimmt wie bisher den Mietkostenzuschuss – und auch die innenstadtnahe Lage mit kurzen Wegen zu Schulen und Freizeiteinrichtungen kommt wie gerufen, der Ort sei für Familien auch ohne Auto leicht zu erreichen, bekräftigte Rabbe-Hartinger.

Die angrenzende Turnhalle, zwischenzeitlich als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet, sei übrigens inzwischen ebenfalls so gut wie geräumt und werde wieder für den Sportbetrieb freigegeben, war zu vernehmen. Und für die ehemalige „Direktoren-Villa“, so Bürgermeisterin Lange, gebe es nach ersten Begehungen Hoffnungen auf eine Rettung. Zunächst müsse das Ergebnis eines Gutachtens nach dem Brandschaden abgewartet werden. Dann folgen Ausschreibungen und hoffentlich die Sanierung, die realistisch geschätzt 1,5 bis 2 Jahre dauern könnte.

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Die Räume auf zwei Etagen bieten dem Kinderschutzbund auf rund 300 Quadratmetern genügend Platz, sind frisch ertüchtigt und der Brandschutz ist auf dem neuesten Stand, wie bei einer kleinen Begehung zu erfahren war.

Zeit, in der man beim Kinderschutzbund mit dem Hort und den zahlreichen Projekt und Angeboten im Übergangsgebäude gut aufgehoben sein dürfte, bevor der angepeilte Umzug in die ursprünglichen Räumlichkeiten stattfinden könnte.

(Text & Fotos: vu)

 

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