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Deutscher Kita-Preis 2019: Leider kein Preisgeld für Bündnis „Qualität im Dialog“ aus Schaumburg

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Das Siegertreppchen wurde es nicht, doch stolz kann das Kita-Bündnis „Qualität im Dialog“ unter Leitung des Koordinationsteams rund um Ingmar Everding dennoch auf ihre Leistung sein, denn das Bündnis vertritt gleich 28 Einrichtungen in Rinteln, Auetal und Hessisch Oldendorf. „Es ist schon eine besondere Leistung, eine Qualitätsoffensive über zwei Landkreise hinweg zu organisieren, um auf diese Weise, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, „und es ist schon ein Gewinn an sich, unter die besten zehn von insgesamt 1.600 Bewerbern aus ganz Deutschland gekommen zu sein.“

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Elke Büdenbender, Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), haben am Montag den Deutschen Kita-Preis verliehen. Die Festveranstaltung in Berlin bildete den Höhepunkt des bundesweiten Wettbewerbs, an dem sich über 1.600 Kitas und Lokale Bündnisse für frühe Bildung beteiligt haben.

Die Familienministerin betonte: „Mit der Verleihung des 2. Deutschen Kita-Preises machen wir uns bewusst, dass sehr viele Menschen mit Herzblut und Kompetenz in der frühkindlichen Bildung für unsere Kinder da sind. In Kitas wirken echte Multi-Talente. Wer hier arbeitet, ist Tröster, Spielgefährtin, Bildungsbegleiterin und Vorbild zugleich. Und in den zahlreichen Initiativen für frühe Bildung sind oft Empathie, umfangreiches Wissen und Kreativität gefragt. Heute geht es um Anerkennung und Wertschätzung für all diejenigen, die das machen. Den Finalisten des Wettbewerbs möchte ich deshalb besonders danken. Sie zeigen jeden Tag, wie gut unsere Kitas heute schon sind. Mit der Unterstützung aus dem Gute-Kita-Gesetz wollen wir diese Ansätze weiterentwickeln und noch besser machen.“

Die heimischen Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers (SPD, vordere Reihe, 4.v.l.) und Maik Beermann (CDU, 2.v.r.) mit den Vertretern des Büdnisses „Qualität im Dialog“. (Foto: pr)

Hauptgewinner des Deutschen Kita-Preises 2019 wurde das katholische Familienzentrum „Kindertagesstätte St. Sebastian“ aus Eppertshausen. Das Kita-Team hat die Juroren und Jurorinnen mit seiner langjährigen und engagierten Arbeit für gute Qualität und die starke Beteiligung von Kindern und Eltern überzeugt. Die Kinder dürfen tagsüber nicht nur frei bestimmen, in welchem Areal der Einrichtung sie gerade spielen wollen, sie können ihre Ideen und Wünsche auch auf einer „Wünschewand“ festhalten. Die vier Zweitplatzierten in dieser Kategorie sind die AWO Kita „An der schmalen Gera“ aus Erfurt, das evangelische Eltern-Kind-Zentrum Kieselgrund aus Mannheim, das Familienzentrum Gemeindekindergarten Zauberwelt aus Titz und das Familienzentrum des Murkel e.V., Kinderhaus I aus Siegburg.

Als „Lokales Bündnis für frühe Bildung 2019“ wurde das Netzwerk INFamilie Hannibal- und Brunnenstraßenviertel aus Dortmund ausgezeichnet. Der Zusammenschluss aus Kitas, Familienzentren, Beratungsstellen und Institutionen der Stadt Dortmund konnte die Jury vor allem durch sein vielseitiges und innovatives Förderangebot beeindrucken. So entstand zum Beispiel ein „Brückenprojekt“ für Kinder, die keinen Kita-Platz bekommen haben.

Die beiden Erstplatzierten des Deutschen Kita-Preises erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 25.000 Euro. Alle Zweitplatzierten werden mit je 10.000 Euro prämiert.

Die finale Entscheidung wurde durch eine 18-köpfige Jury aus Experten aus der Kita-Praxis, aus der Trägerlandschaft, den Gewerkschaften, den zuständigen Ministerien, aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft gefällt. Der ELTERN-Sonderpreis, der per Online-Voting ermittelt wurde, ging an die Kita „Lüttje Lü“ Aschhausen aus Bad Zwischenahn. Sie erhält einen von der ELTERN-Redaktion zusammengestellten Leseschatz, bestehend aus einer Vielzahl an Kinderbüchern.

„Ich bin mir sicher, dass die gute Arbeit vor Ort fortgesetzt wird und komme gerne wieder um mich hiervon zu überzeugen“, so Beermann abschließend. (pr)

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