(Ahe) Ahes Ortsbrandmeister Reinhard Möller muss am Ende des Jahres aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 67 Jahren Schluss machen und seinen Posten einem Nachfolger übergeben.
Seit 2002 leitet er die kleine Wehr am Weserufer und ist im Verbund der Stadtfeuerwehren noch Administrator des Verwaltungsprogramms „FeuerON“. Eigentlich wollte er auf der Jahreshauptversammlung der Wehr schon nicht mehr zur Wahl antreten, doch eine andere Personalie stand nicht zur Verfügung. Vier Amtszeiten hat er bereits die Wehr geführt.
Ortswehr Ahe: Ohne Nachfolger bleiben nur diese Optionen
Er signalisierte Durchhaltewillen und muss nun bis zum 31. Dezember dieses Jahres auf die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin gehen. Sollte das erfolglos bleiben, komme eine Fusion mit einer der Nachbarwehren aus Engern, Steinbergen oder Unter der Schaumburg in Frage und schlimmstenfalls eine Auflösung der Wehr, so Möller.

Auch kann die Stadt Rinteln eine kommissarische Wehrführung einsetzen. Doch Möller bleibt optimistisch: Neben seinem Stellvertreter könnten weitere Kameradinnen und Kameraden die Führung übernehmen und bringen auch die Voraussetzungen mit.

Ahe hat seit Jahren eine Unterdeckung der Mindeststärke. Bereits 2020 titelte Rinteln Aktuell: Es ist fünf vor zwölf! Aktuell sind 16 Aktive im Dienst, die 2025 elf Einsätze zu bewältigen hatten, darunter Feuer in einem Weizenfeld und ein Brand in einem hohlen Baum, der mit großem Wasser- und Schaumeinsatz bekämpft wurde. Humorvoll merkte Möller an: „Einfach kann jeder!“

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Walter Vogt (50 Jahre) und Ulrich Kuczewski (60 Jahre) ausgezeichnet. Tiuz Lane (48 Dienste, 149 Stunden) war das fleißigste Mitglied; Heinz Martens erhielt eine Ehrung als Grillmeister. Beförderungen: Bernd Backhaus und Jörg Plenert zu Ersten Hauptfeuerwehrmännern; Tiuz Lane und Marc Reinersmann zu Feuerwehrmännern.

Stadtbrandmeister Tim Schinz übergab zudem die Silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands Niedersachsen an Ortsbrandmeister Reinhard Möller.
(Text & Fotos: ot)
„Fünf vor zwölf“: Ortsbrandmeister sieht Zukunft der Feuerwehr Ahe in Gefahr



























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