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Die Weser als Lebensader

(Ahe) Die Zukunft nachhaltigen Wirtschaftens, innovative Technologien und die Herausforderungen für Unternehmen in der Region standen im Mittelpunkt eines Besuchs der heimischen Bundestagsabgeordneten Marja-Liisa Völlers bei der AHE-Unternehmensgruppe in Rinteln.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Sascha Wagener, dem Betriebsleiter Axel Bachmann, Kilian Weers vom SPD-Ortsverein Rinteln und Michael Wallbaum, Mitglied im Ortsrat der Ortschaft Ahe-Engern-Kohlenstädt tauschte sie sich über aktuelle Projekte, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Bedeutung nachhaltiger Innovationen für die Region aus. Vorausgegangen war dem Termin bereits ein persönlicher Austausch zwischen Marja-Liisa Völlers, Sascha Wagener und Lars Klingbeil bei der Schaumburger Regionalschau im April.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Abgeordnete von der Innovationskraft des mittelständischen Unternehmens, das mit der Gewinnung von Kies und Sand und der Herstellung von Betonbaustoffen erfolgreich traditionelle Rohstoffgewinnung mit modernen Produktionsverfahren verbindet. „Die Weser ist dabei unsere Lebensader“, betonte Wagener eingangs, da der Rohkies von drei Abbaustätten ausschließlich per Schiff transportiert wird und dann im Werk weiterverarbeitet wird.

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Innovatives Verfahren zur Baustoffproduktion vorgestellt

Vorgestellt wurde im Gespräch unter anderem die von AHE entwickelte c-ton-Technologie, mit der CO₂-neutrale Betonbaustoffe hergestellt und wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten werden können. „Wir sehen uns als Teil der Lösung für die Herausforderungen unserer Zeit. Mit der c-ton-Technologie schaffen wir es, Ressourcen zu schonen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig hochwertige Baustoffe bereitzustellen“, erläuterte Geschäftsführer Sascha Wagener das innovative Verfahren. „Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Ziel, sondern ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.“

Von links: Axel Bachmann, Sascha Wagener, Marja-Liisa Völlers, Michael Wallbaum und Kilian Weers bei einem gemeinsamen Unternehmensgespräch. (Foto: pr)

Neben technischen Innovationen engagiert sich das Unternehmen auch für Natur- und Artenschutz. Auf Unternehmensflächen werden Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen und langfristige Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier wirtschaftlicher Erfolg mit ökologischer Verantwortung verbunden wird“, so die Bundestagsabgeordnete. „Unternehmen wie die AHE zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht Verzicht bedeutet, sondern Chancen für Innovation, Wertschöpfung und Beschäftigung eröffnet.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Unternehmensvertreter machten deutlich, dass Investitionen in klimafreundliche Energieversorgung und nachhaltige Produktionsprozesse eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens spielen. Davon konnten sich die politischen Vertreterinnen und Vertreter auch bei einer Führung durch das Betonwarenwerk überzeugen.

Die Weser als Transportweg mit Fragezeichen

Gleichzeitig wurden aber auch die Herausforderungen angesprochen, mit denen die Wirtschaft in der Region konfrontiert ist. Besonders das wiederkehrende Niedrigwasser der Oberweser bereitet Sorge. Als wichtiger Transportweg für Schüttgüter verliert die Wasserstraße bei niedrigen Pegelständen erheblich an Leistungsfähigkeit. „Die Weser ist für viele Unternehmen in unserer Region ein wichtiger Verkehrsweg. Wenn Transporte aufgrund von Niedrigwasser eingeschränkt werden, hat das direkte Auswirkungen auf Kosten, Lieferketten und Wettbewerbsfähigkeit“, so Sascha Wagener. Zudem sehe man sich aktuell mit der Einstellung von entgeltlichen Schleppunterstützungsleistungen durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser bei Verlegungstransporten von Schwimmbaggern konfrontiert, die für den Betrieb dringend erforderlich sind.

Die Bundestagsabgeordnete betonte, dass die Politik die Auswirkungen des Klimawandels auf Infrastruktur und Wirtschaft stärker in den Blick nehmen müsse. „Die Herausforderungen vor Ort zeigen, wie wichtig Investitionen in eine leistungsfähige Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen sind“, sagte sie. Bezüglich der Frage, ob die AHE künftig noch Schlepper der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Anspruch nehmen könne, sicherte sie zu, sich beim zuständigen Bundesministerium für Verkehr zu erkundigen und dafür einzusetzen.

Ein weiteres Anliegen der Unternehmensführung war zudem die Ausgestaltung öffentlicher Ausschreibungen. Aus Sicht der AHE Holding sollten Nachhaltigkeit, Innovation und langfristige Wirtschaftlichkeit stärker berücksichtigt werden. „Heute gewinnt häufig allein der günstigste Anbieter. Wer jedoch in Klimaschutz, Ressourcenschonung und innovative Verfahren investiert, muss auch faire Chancen im Wettbewerb erhalten“, betonte Wagener. „Modelle aus den Niederlanden zeigen, dass Nachhaltigkeitskriterien bei Vergaben erfolgreich berücksichtigt werden können. Davon könnten wir auch in Deutschland profitieren.“

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Zum Abschluss waren sich beide Seiten einig, dass der direkte Austausch zwischen Politik und Wirtschaft unverzichtbar ist. „Nur wer die Herausforderungen vor Ort kennt, kann gute politische Entscheidungen treffen“, so die Abgeordnete. Der Besuch habe deutlich gemacht, welches Innovationspotenzial in der Region vorhanden sei und welche Bedeutung Unternehmen wie die AHE Holding für Beschäftigung, Nachhaltigkeit und die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Schaumburg haben.

(pr)

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