(Rinteln) Der diesjährige Öko- und Bauernmarkt in Rinteln war bereits im Vorfeld als Variante mit „XXL“-Programm angekündigt worden.
Entsprechend groß war die Zahl der Aussteller und Teilnehmer, die zum Teil auf der großen Freifläche am Kollegienplatz untergebracht waren. Wegweiser machten auf die Angebote aufmerksam, die sich an verschiedenen Orten der Weserstadt befanden.
Und tatsächlich stand das Gelände ums ehemalige IGS-Schulgelände stark im Mittelpunkt der Besucherströme. Ein Streichelzoo mit Tieren von Hamster bis Esel lockte Kinder und Eltern an und sorgte für staunende Gesichter. Am Stand des Harrlstollens gab es historisches Werkzeug und Einblicke in Zeit „unter Tage“, sowie handwerkliche Vorführungen zu sehen.
Auch in der Fußgängerzone, von der Klosterstraße bis in die Weserstraße, tobte das pralle Leben. Wer es durch das bunte Markttreiben, oft unterbrochen durch spontane Gespräche mit Freunden und Bekannten, ans nördliche Ende schaffte, konnte einen Ausblick über die Dächer Rintelns genießen. Der Betrieb von Malermeister Lars Fischer aus Deckbergen stellte seine große, dieselbetriebene Arbeitsbühne für eine schöne Aussicht zur Verfügung. Wer schwindelfrei war, kam so in Genuss von Eindrücken, die es sonst normalerweise nicht gibt.
Sei es die gut angenommene Tombola des städtischen Bauhofs mit Chancen auf pflanzliche Gewinne für den heimischen Garten, Infos über Solar und Heizungstechnik, Deko-Artikel, Küchenreiben aus Keramik oder Turbo-Hobel, Taschen, italienische Wurstwaren, österreichischer Bergkäse und goldfarbenes Bier aus Goldbeck – beim Rintelner Öko- und Bauernmarkt gab es nichts, was nicht vorhanden war. Oder um es mit den Worten eines Besucherpaares zu sagen: „Das ist ja wie ein Kessel Buntes, von allen Märkten ist etwas da“.
Für Speisen und Getränke war ebenfalls reichlich gesorgt. Viele Anbieter buhlten mit Bratwürsten verschiedener Art um ihre Kunden. Fisch-Fans wurden ebenfalls fündig, so auch Kartoffelesser und Flammkuchen-Fans. Am Kirchplatz bot sich der Biss in eine bayerische Leberkäs-Semmel mit süßem Senf und Krautsalat an. Die namensgebende Fleischzutat beziehen die Betreiber dabei übrigens original von einem Fleischer aus Bayern, wie sie erklärten.

„XXL“ waren auch die Hörner von Galloway-Rind „Mariel von der Egge“ von Brands Hof aus Volksen, und damit beliebtes Fotomotiv bei Jung und Alt. Bratwurst vom entsprechenden Tier wurde gleich nebenan gegrillt.
Wie in den Jahren zuvor ist der Rintelner Öko- und Bauernmarkt eine zweitägige Veranstaltung. Wer also am Samstag keine Zeit hatte oder wem es zu warm und sonnig war, der konnte auf den verkaufsoffenen Sonntag ausweichen. Da war der Regenschirm allerdings Pflicht.
Wer das Rintelner Veranstaltungskarussell kennt, weiß: Es dreht sich immer weiter. Nach einem Event ist auch immer vor einem Event. Und so ist es bald schon wieder Zeit für die Rintelner Weintage 2026. Vom 2. bis 4. Oktober wird der Kirchplatz einmal mehr zum „Hotspot“ der edlen Tropfen. Mehr dazu in Kürze hier bei Rinteln-Aktuell.de.
(Text & Fotos: vu)

































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