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Ehrenamtliche pflegen Kopfweiden: Schilfwiese Strücken ist langjähriges NABU-Schutzgebiet

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(Strücken) An einem trüben Samstagmorgen im Januar machten sich die Ehrenamtlichen des NABU Rinteln daran, die großen Kopfweiden im NABU-Schutzgebiet „Schilfwiese Strücken“ zu schneiteln.

Durch das regnerische Wetter zu Jahresbeginn war das ohnehin schon feuchte Gelände ziemlich matschig. Mit zwei Motorsägen machten sich die Naturschützer über die mittlerweile stämmigen, hohen Kopfweiden her, damit diese unter der schweren Astlast nicht auseinanderbrechen.

„Kopfweiden sind wertvolle Lebensräume für verschiedene Tiere und insbesondere für Insekten, die von und in den alten, knorrigen Bäumen leben“, weiß Dieter Aßbrock, ehrenamtlich für die Biotoppflege im Vorstand des NABU Rinteln zuständig. Die einst von der NAJU gepflanzten Kopfweiden bedürfen indes regelmäßiger Pflege, um weiterhin ihren wertvollen ökologischen Beitrag zur Artenvielfalt leisten zu können. Seit dem Jahr 1986 wird das 1,44 Hektar große NABU-Schutzgebiet von der Gruppe Rinteln betreut.

„Durch die Nähe zur Weser und zu einem Bach ist hier ein hoher Grundwasserspiegel vorhanden“, erläutert Dr. Nick Büscher, Vorsitzender des NABU Rinteln. Besondere Umsicht ist bei der Pflege geboten, da es sich um besonders geschützte Biotope gemäß § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes handelt, wie jüngst der Landkreis Schaumburg festgestellt hat: Auf dem NABU-Schutzgebiet befinden sich Schilf-Landröhricht und eine halbruderale Gras- und Staudenflur feuchter Standorte, die nicht beeinträchtigt werden dürfen. Bei der Unteren Naturschutzbehörde wird die Fläche im Verzeichnis der geschützten Teile von Natur und Landschaft unter dem Kennzeichen GB-SHG-RINT-035 geführt, worüber der NABU kürzlich informiert worden ist.

Für den NABU Rinteln ist diese Feststellung, dass es sich um ein besonders geschütztes Biotop handelt, eine Bestätigung der jahrzehntelangen Naturschutzarbeit auf dem Gelände. Und auch Amphibien wie Erdkröte und Grasfrosch fühlen sich hier wohl, vorhandene Senken und Teiche werden als Laichgewässer genutzt.

(pr/Fotos: NABU/Kathy Büscher)

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