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Für besondere Verdienste ausgezeichnet

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Auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen die Rintelner politischen Gremien 1995, Sportler der Stadt ab 1996 für besonderes, ehrenamtliches Engagement und außergewöhnliche Fairness im Rahmen einer städtischen Veranstaltung zu ehren. Ein neutrales Gremium, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens sollte diese Personen bestimmen. Dieses Gremium bestand aus Gisela Stasitzek, Brigitte Altfeld, Hans-Heinrich Hahne, Holger Spieler, Hermann Stoevesandt und Helmut Dörjes. Der ursprüngliche Gedanke, die Jury jährlich auszutauschen, wurde verworfen, da man im Laufe der Zeit die Bedeutung eines eingestimmten Teams als wertvoll erkannt hat. Dieses Team ist zusammen mit der Stadt Rinteln über 20 Jahre verantwortlich für die Auswahl der zu ehrenden Sportler gewesen.

Die Stadt Rinteln dankte den Jurymitgliedern (nicht alle waren an dem Abend anwesend) für ihr Engagement in Sachen Sportlerehrung. Die Aufgabe hat seit 2017 die Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine übernommen.

Mögliche Kandidaten wurden das ganze Jahr gesammelt und beim Treffen um die Weihnachtszeit eine Auswahl zu treffen. Starre Regeln gab es nicht, jedoch wurde Wert auf eine bestimmte Qualität in jeder Kategorie der zu Ehrenden zu Grunde gelegt. In diesem Zeitraum wurden Welt- und Europameister, Deutsche Meister, herausragende regionale Ergebnisse gewürdigt. Ebenso stand das sportliche Engagement im Mittelpunkt. Hier konnte ebenfalls fast jedes Jahr eine Person für besonderes Engagement für den Sport in Rinteln geehrt werden. Beim Fairplay waren die Hürden allerdings so hoch, dass lediglich drei Sportler für ein besonders faires Verhalten gewürdigt worden sind.

Bei den Ehrungen waren fast alle Altersklassen von 7 bis 76 Jahren vertreten, Sportler wie auch ehrenamtlich Tätige. Von Jung, Alt, Frauen, Männern, Mannschaften aller möglichen Sportarten von Schach bis Kunstturnen, von Tischtennis bis Fußball reichten die Auszeichnungen. Seit dem vergangenen Jahr steht die Sportlerehrung in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine, die Ehrungen werden seitdem im Rahmen des Sportlerballs durchgeführt. Die Mitglieder der bisherigen Jury erhielten Urkunden und Präsente als Anerkennung für ihre geleistete Arbeit.

Ehrungen von Helga Gruhler und Karl Martin Pacholek

Als weitere Personen wurden Helga Gruhler und Karl Martin Pacholek und ihr besonderes Engagement im Ehrenamt gewürdigt. Helga Gruhler setzte 1987 Maßnahmen zur Rettung des damaligen Altenclubs Steinbergen in Gang. Um Zusammenhalt und Gemeinsamkeit im Ort zu erhalten, setzte sie als Ortsratsmitglied mit zwei weiteren Mitstreiterinnen verschiedene Hebel in Bewegung um den Treffpunkt für die älteren Bewohner in Steinbergen aufrecht zu erhalten. Aus dem Altenclub wurde die „Fröhliche Rentnerrunde“, Gruhler übernahm den Vorsitz und entwickelte zusammen mit ihren Kolleginnen einen selbständig arbeitenden Seniorenverein. Neben den 14-tägigen Treffen im Dorfgemeinschaftshaus wurden Karnevalsveranstaltungen im Brückentorsaal durchgeführt. Es wurde geknobelt, gebacken, gefeiert und ein monatliches Frühstück für Jedermann vorbereitet. Bus- und Schiffsreisen führten die Senioren zu Modenschauen, Städte- und Kulturreisen und vielen weiteren Ereignissen. Durch den Kontakt zu anderen Gruppen war der Reisebus stets voll. Neben den Touren konzentrierte sich das gemeinschaftliche Erleben vor allem auf das gesellige Miteinander in Steinbergen. Gruhler setzte sich dafür ein, dass sich alle Teilnehmer wohlfühlen. Senioren wurden bei Bedarf zu Hause abgeholt und auch wieder zurückgebracht, kein Weg war ihr zu weit, niemand wurde vergessen.

Von links: Bürgermeister Thomas Priemer, Karl Martin Pacholek, Helga Gruhler, Hans-Georg Dlugosch, Leiter des Amtes für Bildung und Kultur.

Für Karl Martin Pacholek, von allen liebevoll „Charly“ genannt, ist das Wandern zu einer Passion geworden. Er führt gern kleine und große Gruppen, ob Kita-Kinder, Schulklassen oder Erwachsene und Senioren durch Wald, Feld und Flur. Vor über 30 Jahren hat Pacholek die Wanderabteilung des TSV Steinbergen mitbegründet und später geleitet. Neben seiner Tätigkeit in Steinbergen geht er mit dem Heimatbund, den Touristikverband Westliches Weserbergland und der BKK24 auf Wanderschaft. Wanderungen mit Kita-Kindern werden stets mit lehrreichen Inhalten über die regionale Flora und Fauna verknüpft. Dank des pädagogischen Faktors lernen die Kleinen auch etwas über die Region, besuchen ihnen unbekannte Orte und erfahren früh etwas über die verschiedenen Bäume unserer Wälder. An Rintelner Grundschulen gibt es neben normalen Schulwanderungen auch ganze Wanderwochen mit „Charly“. Bei den vielen Wanderaktivitäten war ihm aufgefallen, dass die Kinder beim Wandern oft ungeeignete Beutel oder Taschen mitführen, die in den Kniekehlen baumeln oder bei jedem Schritt gegen die Beine schlagen. Zusammen mit einem Sponsor organisierte er 200 Wanderrucksäcke für die Grundschule Deckbergen und überreichte diese am Nikolaustag 2017 (wir berichteten). Auch die Senioren werden von ihm bedacht. Manchmal geht es zu kurzen Spaziergängen durch die Landschaft, dann wieder auf große Wanderschaft von 20 Kilometern und mehr. Der selbe Weg soll allerdings nicht beschritten werden, Abwechslung steht auf dem Programm. Dazu gehört für Pacholek auch die anständige Stärkung mit entsprechender Geselligkeit. Für medizinische Notfälle hat er immer ein Erste-Hilfe-Set dabei, was aber so gut wie nie benötigt wird, denn Wandern hält ja fit und gesund.


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