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„Ein unvorstellbar vielseitiger Beruf“: Bestattungs-Institut Böger bildet aus

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Gute Nachrichten im Bestattungs-Institut Böger an der Seetorstraße: Seit 1. August wird das Team um Inhaber Marco Summa durch eine Auszubildende verstärkt, es ist die erste Azubine im Unternehmen seit dem Inhaberwechsel. Tabea-Theresa Requardt-Kastning hat vor wenigen Tagen ihre dreijährige Ausbildung zur Bestattungsfachkraft begonnen. Die Rintelnerin schnupperte bereits 2017 im Rahmen eines zweiwöchigen Praktikums hinter die Kulissen des Unternehmens, das einen Rundum-Service für Familien und Angehörige von Verstorbenen bietet – von sämtlichen Formalitäten über die Organisation und Durchführung der Bestattungsarten bis hin zur Ansprache am Grab. Dabei kam die heute 21-Jährige mit beinahe der gesamten Bandbreite an Aufgaben und Bestattungsvarianten in Kontakt, „von der Erdbestattung über die Feuerbestattung bis hin zu ihrem ersten Einsatz zusammen mit der Kriminalpolizei“, erinnert sich Summa.

Der Beruf einer Bestattungsfachkraft ist anspruchsvoll und vielseitig, erklärt der Firmeninhaber. Hierbei geht es um eine große Bandbreite von Fähigkeiten und Aufgaben, die in einem Berufsalltag zu bewältigen ist, in dem kein Tag dem anderen gleicht. Man muss gleichzeitig Kauffrau und Handwerkerin sein, über Einfühlungsvermögen und über die Fähigkeit verfügen, auf Menschen in unterschiedlichsten Situationen individuell einzugehen, sagt Summa. Erst seit 2003 sei es überhaupt ein anerkannter Ausbildungsberuf. Es gibt dafür nur drei Berufsschulen in ganz Deutschland: In Bad Kissingen, Wermelskirchen und Springe. Requardt-Kastning besucht die letztgenannte. Hinzu kommen noch gesonderte Besuche des speziellen Bundesausbildungszentrums für Bestatter im fränkischen Münnerstadt. Die Lehrgänge dort werden durch Fachleute, selbst Leiter von Bestattungsinstituten, abgehalten.

Durch die Nähe zum Bundesland Nordrhein-Westfalen ergeben sich auch rechtlich besondere Herausforderungen. „Während die Beisetzung in Niedersachsen innerhalb von acht Tagen nach dem Feststellen des Todes erfolgen muss, liegt diese Frist in NRW bei zehn Tagen“, nennt Summa ein Beispiel von vielen, mit denen sich eine Bestattungsfachkraft auskennen muss. Es sei ein „unvorstellbar vielseitiger Beruf“, erklären beide. Und auch einer, bei dem man anpacken muss. Dass sie auf einem landwirtschaftlichen Anwesen aufgewachsen ist, kommt Tabea-Theresa dabei zugute, wie sie selbst sagt. Summa freut sich auf die Verstärkung und auf eine eventuelle Zeit nach der Ausbildung: „Die Chancen auf eine Übernahme stehen gut!“

Von links: Auszubildende Tabea-Theresa Requardt-Kastning und Firmenchef Marco Summa.

 


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