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Einbrüchen einen Riegel vorschieben: Polizei und Handwerk informieren zum Thema Einbruchschutz

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Ein geklautes Fahrrad oder ein gestohlenes Auto sind ärgerliche Verluste, aber in der Regel ein Fall für die Versicherung. Einbrecher, die in die eigenen vier Wände vordringen, alles durchwühlen und Unordnung im trauten Heim anrichten – das ist hingegen für viele Opfer ein regelrechtes Trauma. Hier wird massiv in die Privatsphäre vorgedrungen, Einbruchsopfer leiden oft unter den Folgen solcher Straftaten. Es kommt sogar vor, dass Menschen ihr Eigenheim verkaufen und wegziehen, weiß Anke Heldt von der Opferhilfeorganisation Weisser Ring in Schaumburg.

Da trifft es sich gut, dass die Polizei zusammen mit Vertretern des heimischen Handwerks pünktlich zu Beginn der dunklen Jahreszeit wieder eine Ausstellung zum Thema Einbruchschutz und Prävention auf die Beine stellt. Sie findet vom 18. bis 20. Oktober in den Räumen am Marktplatz 12 (ehemals Jakobs) statt. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag (18.10.) und Freitag (19.10.) von 10 bis 18 Uhr und Samstag (20.10.) von 10 bis 16 Uhr. Besucher können sich hier über die Möglichkeiten informieren, wie das Zuhause sicherer und für Einbrecher unattraktiv gestaltet werden kann. Oft sind es ganz kleine Dinge, mit denen erste vorbeugende Maßnahmen eingeleitet werden können: So wie der abschließbare Fenstergriff, der ein Eindringen erheblich erschwert. Polizei und Präventionsrat haben die Firmen Tischlerei Hoppe, Eisen Niemeyer und Albrecht aus Rinteln mit ins Boot geholt. Sie stehen allesamt auf der Errichterliste des Landeskriminalamts (LKA), erfüllen die hohen, gesetzten Standards und werden beim Thema Einbruchsprävention empfohlen. Die Elektronikspezialisten der Firmen AGT und Comp-Pro aus Drakenburg sind, wie bereits bei einer Veranstaltung im Januar diesen Jahres, ebenfalls mit dabei. Damals war das Interesse groß, die Beratungswünsche der Kunden reichten bis weit ins Jahr hinein, wissen die beteiligten Unternehmen zu berichten.

Informieren vom 18. bis 20. Oktober am Marktplatz 14 zum Thema Einbruchschutz: (von links) Nils Ebsen und Gudrun Eckert (Eisen Niemeyer), Oliver Nerge (Polizei Rinteln), Anke Heldt (Weisser Ring Schaumburg), Enno Hübers (Comp-Pro), Michael Linkersdörfer (AGT), Jürgen Hoppe (Tischlerei Hoppe), Wilfried Korte (Polizeichef), Daniela Kempa (Leiterin des Kriminalermittlungsdienstes der Polizei Rinteln).

Neben der Umrüstung von Fenstern, Türen und Einbau von Sicherheitstechnik kann auch jeder Einzelne mit seinem Verhalten zur Vorbeugung von Einbruchstraftaten beitragen. Die Polizei Rinteln wird deshalb parallel wieder ihre jährliche Präventionsfahrten in der Umgebung durchführen und Hausbesitzer ansprechen, um sie auf mögliche Sicherheitsprobleme aufmerksam zu machen. Das kann ein überquellender Briefkasten sein, eine leere, offen stehende Garage oder auch dichtes Gebüsch rund ums Haus. Treffen die Beamten niemanden zu Hause an, stecken sie ein Merkblatt in den Briefkasten. Die angesprochenen Immobilieneigentümer können sich dann gerne bei der Polizei melden und einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.

Bei dieser Gelegenheit appelliert die Polizei auch an die Bevölkerung, stets wachsam zu sein und ungewöhnliche Vorfälle sowie Beobachtungen in der Nachbarschaft möglichst sofort zu melden: „Lieber ein Anruf zuviel, als einer zu wenig.“ Es können manchmal die banalen und einfachen Dinge sein, die sich im Laufe späterer Ermittlungen als sehr hilfreich erweisen. Das Kennzeichen eines unbekannten Lieferwagens oder Autos etwa, das verdächtig oft seine Kreise in der Gegend zieht. Polizeichef Wilfried Korte fasst zusammen: „Jeder Einbruchsdiebstahl ist einer zuviel.“ Die Polizei Rinteln ist rund um die Uhr unter 05751/95450 erreichbar.


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