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„Einfach mal rauskommen“: Gemeinsame Aktiv-Freizeit für Jugendliche des Kinderschutzbundes Rinteln

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(Rinteln) Auch in diesen Sommerferien haben die Jugendlichen aus dem Projekt „Coaches für Teenager“ des Kinderschutzbundes Rinteln e.V. eine gemeinsame Aktiv-Freizeit verbracht. Nach der Durchführung von Corona-Tests waren drei Ferienhäuser auf dem Gelände des Ferienparks „Schloss Dankern“ im Emsland das lang ersehnte Reiseziel.

Eines der Ferienhäuser.

Von Beginn an waren alle Mädchen und Jungen in die Gestaltung der Freizeit involviert und erlebten somit, dass ihre Ideen und Bedürfnisse ganz bewusst Beachtung finden. Sowohl der vorherige Planungsprozess als auch die Freizeit selbst wurde zum wiederholten Mal von den Kinderschutzbundfachkräften Susanne Meyer und Luisa Sophie Heinz sowie erstmals von Miriam Dallach als Ehrenamtliche begleitet.

Im erfrischenden Dankernsee wurde fleißig geschwommen.

Nach morgendlichem Frühschwimmen im erfrischenden Dankernsee und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, das die Teenager abwechselnd arrangierten, waren die weiteren Tagesverläufe auf Wunsch der Mädchen und Jungen während der gesamten Zeit von verschiedenen Aktivitäten und Touren geprägt: „Einfach mal rauskommen“, war die einhellige Meinung und das gemeinsame Motto.

Ein reichhaltiges Frühstück durfte nicht fehlen.

Tagesausflüge in die benachbarten Niederlande standen dabei selbstverständlich auch auf dem Programm: Bei einem Besuch des Zoos „Wildlands“ in der niederländischen Stadt Emmen hatten die Jugendlichen die Gelegenheiten, verschiedene Themenwelten wie den Dschungel, die Savanne und das Polargebiet zu Fuß, in einem Boot oder im Rahmen einer Safaritour zu erkunden und Tieren wie exotischen Schmetterlingen, eindrucksvollen Giraffen oder tollpatschigen Pinguinen ganz nahe zu kommen.

Zu Besuch im Zoo in den Niederlanden.

Fast entstand dabei der Eindruck, eine ganze Weltreise in nur einem Tag unternommen zu haben. Der Ausflug zur „zomerkermis“ beziehungsweise zum Sommerrummel der Stadt Emmen führte am darauffolgenden Tag – zumindest bei den erwachsenen Begleitpersonen – zur vermehrten Ausschüttung von Adrenalin, denn die mutigen Teenager wagten sich mit einem Kettenkarussell in schwindelerregende Höhe, ließen sich im Breakdancer herumwirbeln oder gaben Gas im Autoscooter.

Das hohe Kettenkarussell dürfte Besuchern der diesjährigen Rintelner Messe bekannt vorkommen.

Abendliche Stärkungen mit originalen niederländischen Frikandeln und Pommes oder süßer Sommerrummel-Zuckerwatte durften an diesen ereignisreichen Tagen im fremden Land natürlich nicht fehlen. Ruhiger ging es bei einer Alpakawanderung zu, die von einigen Teenagern eigenverantwortlich organisiert und gebucht wurde, nachdem sie die flauschigen Tiere auf einer Weide in der Nähe der Ferienhäuser entdeckt hatten.

Alpakas im Stall.

Gemeinhin gelten Alpakas als sehr friedliche, beruhigende und geduldige Tiere, weshalb sie inzwischen sogar auch als Therapietiere gehalten werden. Für diejenigen Alpakas, mit denen sich die Teenager auf den Weg machten, war diese Beschreibung mal mehr, mal weniger zutreffend. Für einige Jugendliche war der ausgiebige Spaziergang im Sonnenschein mit tierischer Begleitung deshalb sehr entspannend, für andere eher eine lustige Geduldsprobe.

Jugendliche und Betreuer zogen ein positives Fazit dieser Aktiv-Freizeit.

Losgelöst davon beschrieben alle Beteiligten die Wanderung ausnahmslos als eine „ganz besondere und coole Erfahrung“. Dieses Fazit zogen die Mädchen und Jungen auch nach einem sonnigen Tag am Dankernsee, den sie – unterbrochen von regelmäßigen Trinkpausen und Gelegenheiten zur Auffrischung der Sonnencreme – auf Boards zum Stehpaddeln, in Tretbooten oder schwimmend im kühlen Nass verbrachten.

Bevor schließlich die Rückreise nach Rinteln angetreten wurde, entschlossen sich die Teenager kurzerhand noch zu einem Halt in der emsländischen Kreisstadt Meppen, in der aktuell die Ausstellung „Alltagsmenschen“ in Form von 41 Figuren, die auf den ersten Blick wie reale Personen wirken, zu sehen ist. „Es war eine richtig tolle Freizeit. Nur die Zeit ist viel zu schnell vergangen“, meldeten die Jugendlichen abschließend zurück.

Auch die erwachsenen Begleitpersonen zogen ein durchweg positives Fazit der Aktiv-Ferientage: „Den Teenagern ist es an vielen Stellen hervorragend gelungen, Absprachen miteinander zu treffen, Kompromisse einzugehen, sich gegenseitig zur Übernahme von Diensten in den Ferienhäusern zu motivieren oder zur Erprobung neuer Aktivitäten zu ermutigen. Darüber hinaus boten sich den Teilnehmern viele Gelegenheiten, sich mit eigenen Ideen und Wünschen in Planungsprozessen zu positionieren und so ein Stück weit Selbstwirksamkeit zu erleben. In Anbetracht unterschiedlicher Herausforderungen, die den Teenagern im Alltag gegenüberstehen, freut es uns besonders, dass die gemeinsamen Tage insgesamt viel Raum für Unbeschwertheit, Lachen, neue Eindrücke und das Erleben von Gemeinschaftsgefühl boten.“

Jugendliche, die sich für das Projekt „Coaches für Teenager“ interessieren, können sich eigenständig oder mit Unterstützung unter den Telefonnummern 015205611196 beziehungsweise 015204868711 bei Susanne Meyer oder Luisa Sophie Heinz melden oder bei Instagram unter coaches_fuer_teenager_ksb vorbeischauen. (pr/Fotos: KSB)

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