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Endlich fertig: Die Fußgängerbrücke wurde feierlich eingeweiht und wird fleißig genutzt.

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Das rote Band ist durchschnitten, die neue Fußgängerbrücke wurde offiziell durch Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz eingeweiht und ist nun als letztes Puzzlestück in der Fertigstellung des Projekts „Sanierung der Weserpromenade“ in Betrieb genommen.

Mit von der Partie war auch der „Promenaden-Pate“, Wilhelm Gröne, der sich ehrenamtlich um die neugestaltete Weserpromenade kümmert und sie in Schuss hält. Gröne begrüßte den amtierenden Bürgermeister mit den Worten: „Komm rüber, Bürgermeister, ich bin der Hafenmeister.“

Im ersten Bauabschnitt wurden die Parkplätze nördlich des Brückentorkomplexes zugunsten eines Arrangements aus Bäumen, Sitzbänken und Naturstein-Mauerwerk getauscht. Diese erste Phase hat die Stadt 63.000 Euro gekostet. Der zweite Bauabschnitt beinhaltete die Sanierung des Alten Hafens inklusive Pflasterung, Brücke und Neubepflanzung, Grunderwerb inklusive. Hier liegen die Kosten für die Stadt bei 150.000 Euro inklusive Brücke. Die tatsächlichen Kosten liegen höher, konnten jedoch durch verschiedene Fördertöpfe, unter anderem das Programm zur Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden sowie EU-Mittel abgefangen werden.

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Ein historischer Moment: Das rote Band wird durchgeschnitten! (von links: Friedrich-Wilhelm Rauch, Rintelns amtierender Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, der ehemalige Baudezernent Reinhold Koch, „Promenaden-Pate“ Wilhelm Gröne)
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Die große und die kleine Brücke: Aus dem richtigen Blickwinkel ergeben sich interessante Motive.
Pflanzzeit vorbei: Gerber Galabau-Chef Thomas Gerber übergibt Karl-Heinz Buchholz Spaten und einen Gutschein für eine Eiche.
Pflanzzeit vorbei: Gerber Galabau-Chef Thomas Gerber übergibt Karl-Heinz Buchholz Spaten und einen Gutschein für eine Eiche.
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Infotafeln veranschaulichen die einzelnen Bauphasen mit Bildern.

„Rinteln – Stadt an der Weser. Das haben wir in der Vergangenheit etwas versteckt, dies wollen wir nun ändern, uns der Weser gegenüber öffnen“, so Buchholz anlässlich des Rundganges durch den Blumenwall im Vorfeld der Eröffnung und Vorstellung der getroffenen Baumaßnahmen.

„Ich habe neu zugezogene Rintelner immer gefragt, ob sie schon im Blumenwall oder im Schlingpark waren. Die haben oft nicht gewusst, wo das überhaupt sei“, resümiert Buchholz beim Zwischenstopp am eingangsseitigen Denkmal am Pferdemarkt, „dabei bin ich nicht der Baumkipper!“ Der Weg entlang der Exter ist ebenfalls kurz vor der Fertigstellung und wird dann gepflastert sein.

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Ein Stadtpark ist kein Stadtwald: Der lichtdurchflutete Blumenwall nach seiner Umgestaltung.

Der Stadtpark müsse auch als solcher erlebbar sein, so Buchholz: „Dies ist ein Park und kein Wald, den haben wir oben am Waldkater.“ Baumfällungen und die Entfernung von Gebüsch und Unterholz lassen wieder viel Licht in den Blumenwall, optisch wirkt der Bereich freundlicher und heller, einladender für Spaziergänger. „Viele wussten nicht, dass hier überhaupt soviel Platz ist.“ Die Umgestaltung des Blumenwalls schlägt in der Stadtkasse mit 22.000 Euro zu Buche.

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Im Rahmen der Fertigstellung der Fußgängerbrücke ist auch das Fluttor am Einlauf der Exter durch die Firma Requardt Holzbau erneuert worden. Die Beschläge und Bänder sind original geblieben, das Holz wurde durch neue Eichenbalken ersetzt. Der Auftrag dazu kam Ende 2013. Ebenso neu: Die Pegelanzeige für den Wasserstand der Weser. Die Funktion des Fluttores, nämlich der Schutz der Stadt vor dem Hochwasser, übernimmt heute eine dahinter liegende Betonkonstruktion – die Holztore dienen nur der Optik, würden im Ernstfall aber durch den Wasserdruck von außen auch allein schließen. Die Bedienung des Tores erfolgte einst über einen Kettenmechanismus und eine Holzwalze von oben. Von dem Antrieb sind derzeit nur die Lager und Fundamentstücke übrig.

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Im Zuge der Neugestaltung wurde auch das Fluttor renoviert.

Dass die Promenade von den Bürgern und Gästen genutzt wird, konnte man übrigens am gestrigen Wahlsonntag gut beobachten. Menschen spazierten über die neue Brücke, nutzten die Landzunge der Gouvernementsinsel zum nachmittäglichen Sonnenbad, schlenderten die Promenade an der Weser entlang. Nur schwer vorstellbar, dass hier vor einigen Jahren noch die Autos parkten.

Wir sind übrigens auch mal der Frage nachgegangen, warum die Brücke so hoch sei, wie von einigen Lesern bemerkt. In der Tat sind die Seiten der Brücke mit 1,65m nicht gerade niedrig. „Das hat mit der Statik zu tun“, so Projektleiter Oliver Mayer von der Firma Glück Brücken aus Engen-Welschingen, dem Erbauer der Rintelner Fachwerktrogbrücke, „der Handlauf ist in 1,20m Höhe angebracht. Der Rest ergibt sich aus dem außen liegendem Fachwerk, der Trägerkonstruktion. Will man diese tiefer haben, braucht die Brücke in der Mitte eine Stütze.“ Und mit einem Fuß im Wasser stehend, sähe die Brücke einerseits weniger elegant aus, auch von der baurechtlichen Seite ergäben sich ganz andere Probleme.

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Radfahrer und Spaziergänger nutzen die neue Brücke und relaxen in der Sonne.

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