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EndoProthetikZentrum am Klinikum Schaumburg mit Alleinstellungsmerkmalen in der Region

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(Obernkirchen) Patientinnen und Patienten des EndoProthetikZentrums Schaumburg am Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg profitieren von dem beratungs- und übungsfreundlichen Umfeld auf Station.

Seit Februar diesen Jahres befindet sich an der Wand der Stationen W 21 und W 22 im Schaumburger Klinikum die sogenannte „Laufstrecke“. Insgesamt ist sie 171 Meter lang und ergänzt den bereits seit Beginn des Jahres 2019 vorhandenen „Trimm-Dich-Pfad“ und damit das besondere Therapiekonzept des EndoProthetikZentrums Schaumburg.

Laut offiziellen Statistiken erhalten über 400.000 Mal im Jahr Menschen in Deutschland ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Früher galt nach einer solchen Operation strikte Bettruhe. „Heute ist es unser Ziel, dass unsere Patientinnen und Patienten bereits einige Stunden nach dem Eingriff das erste Mal aufstehen, sodass sie möglichst schnell wieder selbständig mobil sind. So erzielen wir auch langfristig ein besseres Ergebnis und können Thrombosen oder eine schlechte Wundheilung verhindern. Natürlich unterstützen eine individuelle Schmerztherapie und die Anleitung unserer geschulten Physiotherapeuten die ersten Bewegungen“, erklärt Dr. Florian Barth, Koordinator des EndoProthetikZentrums und leitender Arzt der Fachabteilung für Schulter- und Gelenkchirurgie am Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg.

Eben dieser Anspruch, ein bestmögliches Ergebnis für die Patientinnen und Patienten über eine frühe Mobilisation zu erreichen, ist es, der Dr. Florian Barth und die Stationsleitung der Stationen W 21 und W 22, Schwester Evelyn Stahlhut, angetrieben hat, sowohl den „Trimm-Dich-Pfad“ als auch die nun neu etablierte Laufstrecke zu entwickeln. Dazu Evelyn Stahlhut: „Für uns als zertifiziertes Endoprothetikzentrum geht es immer darum, dass wir unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgen, ein beratungs- und übungsfreundliches Umfeld schaffen und auf die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt sowie die Rehabilitation vorbereiten. Mit dem Trimm-Dich-Pfad und der Laufstrecke geben wir unseren Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, auch in der therapiefreien Zeit selbstständig zu üben und sich zu mobilisieren. Es ist toll zu sehen, wie viel Leben dadurch auf dem Stationsflur ist, manchmal üben auch Gruppen gemeinsam und motivieren sich gegenseitig auf der Laufstrecke auch die nächsten zwei Meter noch zu schaffen. Bei uns werden die Patientinnen und Patienten so ein aktiver Teil des Behandlungsteams.“

Von links: Schwester Evelyn Stahlhut (Stationsleitung W 21 und W 22) gemeinsam mit Marcin Sitek, der die notwendigen Malerarbeiten an der Laufstrecke erledigt hat, Lothar Düsterhöft, Patient von Dr. Barth, der bereits zwei Tage nach seiner Hüftendoprothetik wieder mobil ist und die ersten Erfahrungen mit der Laufstrecke sammeln durfte, Dr. Florian Barth, Koordinator des EndoProthetikZentrums Schaumburg und leitender Arzt der Schulter- und Gelenkchirurgie am Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg sowie Alexander Ebel, Physiotherapeut am Schaumburger Klinikum.

Die neue Laufstrecke ergänzt den Trimm-Dich-Pfad optimal. Am Trimm-Dich-Pfad üben die Patienten anhand von Übungen für Hüft- und Kniepatienten zunächst mit den Physiotherapeuten des Schaumburger Klinikums gemeinsam, bevor sie dann die Übungen auch alleine durchführen können. Anhand der Laufstrecke kann nun gemessen und für Patienten auch visuell dargestellt werden, wie viele Meter ein, zwei oder drei Tage nach der Implantation des künstlichen Hüft- oder Kniegelenkes bereits zu Fuß zurückgelegt werden können. „Dieses Messen ist auch im Rahmen der Dokumentation wichtig. Wir müssen festhalten, ob unsere Patientinnen und Patienten zur Entlassung im Zimmer und auf Station mobil sind“, erklärt Barth. Und auch für Patienten der Alterstraumatologie mit Schenkelhalsfrakturen ist die Laufstrecke in der Therapie sehr wertvoll.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Steigerung der Qualitätsmerkmale sind zwei der Ziele des zertifizierten EndoProthetikZentrums am Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg, die natürlich immer zuerst den Patienten zu Gute kommen. Dies zeigen auch die sehr positiven Leistungszahlen und Qualitätsindikatoren, die im Rahmen der Zertifizierung durch die Zertifizierungsgesellschaft endoCert erhoben werden.

„Mobilisation durch Motivation – das ist einer der Leitsätze, mit denen wir im Endoprothetikzentrum und auch auf Station für unsere Patientinnen und Patienten, die ein künstliches Gelenk erhalten haben, arbeiten. Wir sind froh, dass wir im Klinikum auch unsere Kreativität ausleben können. Sowohl der Trimm-Dich-Pfad als auch die Laufstrecke sind von uns entwickelt und auf unser Patientenklientel abgestimmt“, berichtet Barth. Schwester Evelyn ergänzt: „Wir integrieren beides optimal in unsere Therapie und Pflege – das ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.“ (pr)

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