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Engern: Jetzt beidseitiges absolutes Halteverbot auf Berliner Straße

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(Engern) Die lange währende Diskussion um geparkte Autos am Ortsausgang von Engern hat zunächst ihr Ende gefunden. Vor einigen Tagen sind entsprechende Halteverbotsschilder auf beiden Seiten der Berliner Straße, von Rinteln aus gesehen, aufgestellt worden.

In der Vergangenheit war es dort immer wieder zu Unfällen gekommen, als Verkehrsteilnehmer mit Fahrzeugen am Fahrbahnrand kollidierten oder die Außenspiegel beschädigt wurden. Vor genau einem Jahr berichteten wir über einen Unfall mit hohem Sachschaden an jener Stelle, bei dem fünf Fahrzeuge und ein Anhänger demoliert wurden.

In Engern gilt jetzt auf der Berliner Straße vom Ortseingang (aus Richtung Rinteln gesehen) bis zur Vinothek beidseitig absolutes Halteverbot.

Im Engerschen Ortsrat kam das Thema immer wieder zur Sprache, bestätigt Ortsbürgermeister Dieter Horn (SPD) auf Nachfrage. Da Parken am Straßenrand innerhalb geschlossener Ortschaften nicht generell verboten sei, scheiterten alle Bemühungen zunächst. Anschließend wurde im entsprechenden Bereich der Berliner Straße auf der Nordseite zuerst ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Mit dem Ergebnis, dass sich die Fahrzeuge einiger Anlieger auf der gegenüberliegenden Seite geparkt wiederfanden. Das Problem habe also nur die Straßenseite gewechselt. Immer wieder hätten genervte Auto- und LKW-Fahrer an dieser Stelle gehupt, um ihren Unmut über die geparkten Fahrzeuge zu äußern.

Aufgrund der Baumaßnahme an der Bundesstraße B83 und der gesperrten Autobahn-Anschlussstelle wird die Ortsdurchfahrt Engern vermehrt als Ausweichroute für den Verkehr genutzt, berichtet Horn. Daher erging jüngst eine Anordnung der Verkehrsbehörden in Absprache mit der Polizei, die Berliner Straße vom Ortseingang bis zum Weingeschäft beidseitig vom parkenden Verkehr freizuhalten. Es sei deutlich zu beobachten, dass der Verkehr viel besser fließe, seit der Unfallschwerpunkt an dieser Stelle beseitigt wurde, so der Ortsbürgermeister weiter.

Nach Beendigung der besagten Baumaßnahmen, ergänzt Horn, soll über eine Fortführung des Halteverbots nachgedacht werden. Dann allerdings in eingeschränkter, statt absoluter Form. Anhalten zum Be- und Entladen wäre somit erlaubt, Dauerparken am Straßenrand nicht.

Die vormals am Seitenrand der Berliner Straße abgestellten Fahrzeuge hätten jetzt auf den Grundstücken einen neuen Stellplatz gefunden. Alle bis auf einen Wagen. Dieser sei jetzt demonstrativ vor dem Haus des Ortsbürgermeisters abgestellt, das sich auf der anderen Seite des Dorfes befindet. Wohl „um ihn ärgern zu wollen“, wie dieser schmunzelnd vermutet. Provozieren lasse er sich davon jedoch nicht, betont Horn.

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