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Erst Fleiß, jetzt Preis: Bündnis „Qualität im Dialog“ belohnt Elternbeteiligung

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Jeder kennt es: Ein Anruf oder eine Nachfrage beim Telefonanbieter und schon wird man nach seiner Meinung gefragt. „Wie bewerten sie das Erlebnis an der Kundenhotline?“, möchten die Firmen im Anschluss ans Gespräch oft gern wissen. Und erinnern auch gern mehrfach per E-Mail daran, dass man doch bitte den Kontakt mit der Person am anderen Ende der Leitung bewerten möge. Viele klicken genervt weg und lassen solche E-Mails links liegen.

Über hohe Teilnahmequote erfreut

Dass Umfragen müssen nicht immer langweilig und unbeliebt sein müssen, zeigt das Fazit der Elternbefragung von rund 1.300 Familien in den kommunalen Kindertageseinrichtungen der Städte Rinteln, Hessisch Oldendorf und der Gemeinde Auetal. Ingmar Everding vom Koordinationsbüro „QiD“ (Qualität im Dialog) freut sich über einen guten Rücklauf von etwa 700 Fragebögen: „Das entspricht einer Beteiligung von rund 54 Prozent! Bei der letzten Befragung im Jahr 2016 waren es gerade einmal 36 Prozent der Fragebögen, die ihren Weg ausgefüllt zurück gefunden haben.“

Die Eltern der 28 Einrichtungen, die zum Bündnis „QiD“ gehören, wurden im Sommer diesen Jahres nach ihrer Meinung gefragt. Ziel des Bündnisses ist es, die Qualität der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen unter Beteiligung von Kindern, Eltern, Familien, des Personals und der Träger weiter zu entwickeln. Everding weiß genau: Fragenbögen, die zu kompliziert sind oder eine lange Berabeitungsdauer benötigen, werden nur ungern ausgefüllt. Oder gar nicht. Also erarbeitete man die Fragestellungen gemeinsam mit Elternvertretern, Pädagogen und Vertretern der Träger an mehreren Diskussionsabenden und Treffen im Vorfeld.

Foto, von links: Ingmar Everding (Koordinator Gemeinde Auetal), Hana Hupe (Elternvertreterin am Kindergarten Krankenhagen), Michael Gottschick (Leitung Kindergarten Krankenhagen), Annette Kampmeier (Leitung Kita „Kunterbund“ Hohenrode), Esther Navarette-Fabisch (Elternvertreterin Kita Hohenrode), Viktor Martin (Elternvertreter Kiga Hemeringen), Birgit Weber (Kita-Leitung Hemeringen), Stephanie Hage (Elternvertretung Krippe Hemeringen)

Die Fragen bezogen sich unter anderem darauf, wie die Eltern die Haltung der Erzieher einschätzen, wie sie das Miteinander und die Zusammenarbeit zwischen Familie und Einrichtung bewerten, welche Themen für Familien in Sachen Bildung und Erziehung wichtig sind und welche Dinge bei Kindern NICHT so gut ankommen. Positiv wurden beispielhaft für einer der Einrichtungen unter anderem die Bewegungsmöglichkeiten, Maltische, das Toben und die Beständigkeit der Bezugspersonen genannt. Unter den genannten, verbesserungswürdigen Punkten waren für Kinder die Lautstärke und die lange Aufenthaltszeit in den Kindergärten (die sich aufgrund der elterlichen Arbeitszeiten oft nicht ändern lässt).

Fazit aus rund 700 Fragebögen: Die Einrichtungen können sehr zufrieden sein

Das Koordinationsbüro hat die Auswertung inzwischen vorgenommen und die Ergebnisse in den Kitas, sowie vielen Familien zurückgemeldet. Fazit: Die Einrichtungen können sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen sein. Die pädagogische Arbeit und der persönliche Einsatz der Mitarbeiter wurden überall sehr gewürdigt. Richtig schlechte Resultate gab es nicht. Einige der Antworten haben in den Einrichtungen Impulse gegeben, Arbeitsabläufe und Räume unter die Lupe zu nehmen oder mit Kindern, Eltern und Kollegen zu sprechen. Laut Everding war die Befragung ein Erfolg. Die Kindergärten hätten aufgrund der breiten Rückmeldung jetzt das Wissen, wie sie aus Elternperspektive gesehen würden und hätten Anregungen für die Weiterentwicklung bekommen.

Die Kindergärten in Krankenhagen, Hohenrode und Hemeringen haben die „fleißigsten“ Eltern. Ihre Einrichtungen haben den höchsten Rücklauf an Fragebögen in der Familienbefragung erzielt. Als Dankeschön überreichte Everding ihren Vertretern jetzt Buchgutscheine im Wert von jeweils 70 Euro. Auf diese Weise kommt das Engagement wieder denen zu Gute, um die es geht: Von den Gutscheinen sollen neue Bücher für die Kinder gekauft werden.

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