(Nachtrag: Wie viele Leser richtig vermutet haben, handelt es sich bei der Dino-Story um unseren traditionellen Aprilscherz.)
(Rinteln) Obwohl im Monat März ein Baubeginn am Brückentorkomplex angekündigt worden war, tat sich äußerlich an den Gebäudeteilen – augenscheinlich nichts.
Allen Unkenrufen zum Trotz, hier würde man eine zweite „Obermarktpassage“ erleben: Der Grund liegt möglicherweise Millionen von Jahren in der Vergangenheit und etliche Meter weiter in der Tiefe. Die Story ist so brisant, dass alle mit ihr vertrauten Quellen nur dann Informationen preisgeben möchten, wenn ihnen absolute Anonymität zugesichert wird:
Nicht weniger als eine bisher unbekannte Dinosaurier-Art könnte der Grund für den bislang nicht stattfindenden Baustart am Pferdemarkt sein.

„Brückentorosaurus Rex“ gefunden
Saurier-Experten sprechen von einem Sensationsfund, der sich unter dem Fundament des abgerissenen Brückentorkomplexes befinden soll. Eine Laune der urzeitlichen Schöpfung brachte, so man den Forschern glauben schenken mag, einen bisher nur aus Überlieferungen bekannten Ableger des bekannten „T-Rex“ hervor, den „Tyrannosaurus Longibrachium“.
Die lateinische Fachbezeichnung verrät, mit was für einem Saurier man es hier zu tun hat: Er gleicht einem Tyrannosaurus Rex, verfügt jedoch über extrem lange Vorderbeine. Während die Fachwelt nach wie vor darüber rätselt, zu was die im Vergleich zum gigantischen Körperbau regelrechten „Stummelbeine“ eines T-Rex überhaupt gut gewesen sein sollen, freuen sich auf der anderen Seite des Globus europäische Dino-Forscher über die sensationelle Neuigkeit, die der Weserstadt in Sachen internationale Bekanntheit einen Turbo verschaffen könnte. Man ist in Wissenschaftlerkreisen sogar dermaßen euphorisch, dass man beantragt hat, den Saurierfund in den Lehrbüchern namentlich untrennbar mit seinem Fundort zu verknüpfen, und zwar als „Brückentorosaurus Rex“.

Statt Abwasserrohr Dino-Knochen gefunden
Und während die Fachwelt aus dem Häuschen ist, dürfte die Bekanntmachung in der breiten Bevölkerung vor allem eine Frage aufwerfen: Wie ist es überhaupt gelungen, das Saurierskelett unter dem Erdboden ausfindig zu machen? Aus internen Kreisen hört man, dass der Bediener eines Abrissbaggers zunächst glaubte, ein Abwasserrohr aus der ehemaligen Damentoilettenanlage des Brückentorsaals vor sich zu haben. Doch anstatt das seltsam aussehende „Rohr“ mit dem hydraulischen Greifarm zu zerlegen, stieg er aus und schaute sich den Fund aus der Nähe an. Mit bekanntem Ergebnis.

Wer sich jetzt fragt, wieso die Baustelle nicht besonders aufwendig abgesperrt und gegen Schaulustige gesichert ist, bis es mit den Ausgrabungen losgeht: Das ist Teil der deeskalierenden Strategie. Auf diese Weise falle der Fundort nicht weiter auf, so bestätigt es auch Stadt-Pressesprecherin Frau Kekleme aus dem Amt für Pressearbeit. So sei man vor Dino-Paparrazi geschützt gewesen. Nun, da die Information an die Öffentlichkeit gelangt sei, werde man „geeignete Maßnahmen“ zum Schutz der archäologischen Ausgrabungen treffen, heißt es. Nun darf man gespannt sein, wie viele Knochen gefunden werden oder ob es sogar ein komplettes Saurier-Skelett sein wird.
Fazit: Das Jahr ist erst wenige Monate alt und schon um eine spektakuläre Meldung reicher. Man darf auch gespannt sein, wie sich 2026 weiterentwickelt – und vor allem, wann es mit dem Umbau weitergeht.
(vu)



























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